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Wie ich einmal die Variablenbedingung für die Existenzquantorbeseitigung erklärte

Wie ich einmal die Variablenbedingung für die Existenzquantorbeseitigung erklärte published on 5 Kommentare zu Wie ich einmal die Variablenbedingung für die Existenzquantorbeseitigung erklärte

Karl wurde ermordet. Der Täter muß geköpft werden.
Emma war in Ausralien, als der Mord geschah und kann es wahrscheinlich nicht gewesen sein. Mathilda sagt, sie sei einkaufen gewesen, aber niemand hat sie dabei gesehen. Rudolf war am Tatort und seine Fingerabdrücke befanden sich überall auf der Mordwaffe. Rudolf sagt aber, daraus könne nicht logisch gefolgert werden, daß er der Täter sei.
Allerdings muß es einen Täter geben. Nennen wir den Täter "Emma". Dann hat Emma Karl ermordet und muß geköpft werden. Also muß Emma geköpft werden.

Wenn Sie den Fehler in dieser Argumentation gefunden und verstanden haben, dann haben Sie auch die Einschränkung der möglichen Substitutionen bei der Existenzquantorbeseitigung verstanden.

5 Kommentare

Es gibt mindestestens eine Person, die Karl ermordet hat und diese eine Person muss geköpft werden. E(x) Mord(x) & Köpf(x)
Mathijlda war es nicht. Rudolf will es nicht gewesen sein, aber wie kommt Emma ins Diskursuniversum? Stehe ich grad auf den Schlauch (kein Wunder, bei dem Wetter) oder kapier ich Prädiktanlogiker 1. Stufe schon nicht mehr?

Wenn man aus einer Existenzbehauptung etwas herleiten möchte, dann gibt man dem Ding, dessen Existenz behauptet wird oft einen Namen, z.B. "John Doe", und bekommt damit aus einer Aussage wie:

\(\)

die Aussage

\(\)

Dabei muß aber die Bedingung erfüllt sein, daß ich über diesen John Doe nichts anderes annehme, als das, was meine Existenzaussage hergibt, denn diese soll ja die einzige Einschränkung in Hinsicht auf die Identität von John Doe sein.
Wenn ich gemäß dieser Bedinung irgendwas aus der zweiten Aussage hergeleitet habe, worin der Parameter "jd" nicht mehr vorkommt, dann kann ich das als aus der ersten Aussage hergeleitet betrachten.
Im obigen Beispiel ist die Bedingung verletzt. "Emma" wird im ersten Satz eingeführt, sie war in Australien und kann es nicht gewesen sein. Dann wird aber der Mörder "Emma" genannt. Die Bedingung, daß über den Mörder nichts weiter angenommen werden darf, als die Existenzaussage selbst hergibt, ist damit verletzt.

m obigen Beispiel ist die Bedingung verletzt. “Emma” wird im ersten Satz eingeführt, sie war in Australien und kann es nicht gewesen sein. Dann wird aber der Mörder “Emma” genannt.

Habe ich übersehen, wie peinlich. Danke für die Auflösung. Ähnelt der Annahmebeseitigung im System natürlichen Schließens.

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