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Was lange währt wird endlich

Was lange währt wird endlich published on 2 Kommentare zu Was lange währt wird endlich

Ziemlich bald nachdem die teuflischen Mohammed-Cartoons der Jyllands-Posten mit einer Verspätung von einigen Monaten heiligen Zorn auf sich gezogen und zu manch einer mahnend niedergebrannten Botschaft geführt hatten, war im Iran angekündigt worden, einen massiven Gegenschlag in Form eines Karikaturenwettbewerbes zu führen. Das logische Ziel, wenn man von Dänen beleidigt wurde, sind natürlich die Juden, und so war angekündigt worden, das alte deutsche Märchen vom bösen Edelwolf und den sechs Millionen Juden endlich mal einer gründlichen und umfassenden kritischen Analyse zu unterziehen, wofür ja Karikaturen das ideale Medium sind. Jetzt sind die Werke fertig und können hier von aller Welt bestaunt werden.

[via Achse des Guten]

Satire wird Realität

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Erst habe ich ein Haus gebaut. Das haben die Israelis zerbombt. (22.7.06)

<%image(20060807-beirutwoman1.jpg|239|344|Frau in Beirut beklagt Verlust ihres Appartements, 22.7.06)%>

Dann habe ich noch ein Haus gebaut. Das haben auch die Israelis zerbombt (5.8.06)...

<%image(20060807-beirutwoman2.jpg|380|259|Frau in Beirut beklagt Verlust ihres Hauses, 5.8.06)%>
[Drinking from Home via Sandmonkey]

(1. Photo: Reuters/Issam Kobeisi; 2. Photo: AP/Hussein Malla)

Nachtrag: Die Photos finden sich hier und hier.

Nasrallah über die jüdische Schwäche

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Another weakness is that both as individuals and as a collective, they are described by Allah as "the people who guard their lives most." Their strong adherence to his world, with all its vanities and pleasures, constitutes a weakness.
In contrast, our people and our nation's willingness to sacrifice their blood, souls, children, fathers, and families for the sake of the nation's honor, life, and happiness has always been one of our nation's strengths.

[Sandmonkey]

Wenn das stimmt, dann wäre Stalingrad wohl das reinste Paradies für die Jungs gewesen. Wie aussichtsreich.

Schon wieder israelische Verschwörung aufgedeckt

Schon wieder israelische Verschwörung aufgedeckt published on 4 Kommentare zu Schon wieder israelische Verschwörung aufgedeckt

Ein deutscher Blogger hat's gemerkt:

Falls ein größerer Krieg im Nahen Osten geplant ist, möchte man die Deutsche Wehr gerne dabei haben. Als Friedenstruppe im Libanon wären unsere Soldaten schnell im Kreuzfeuer, wenn es zum großen Krieg losgeht. Und wenn sie schon mal da sind, wird auch mitgemacht. Bei einem evtl. Angriff auf Iran und/oder Syrien könnte die Bundeswehr zusammen mit Französichen Soldaten dann die Ostflanke sichern.

Deshalb:

Um der Deutschen Bevölkerung den Kriegseinsatz schmackhaft zu machen, hat man jetzt vermeintliche Kofferbomben zur Anschlags-Hysterie hochstilisiert: Die Herrenlosen Koffer aus den Regionalzügen enthielten Butangasflaschen (für Heizung und Camping üblich) und Benzin (an jeder Tankstelle erhältlich) – Das hindert aber nich die Journaille übereinstimmend von Sprengstofffunden zu faseln.

So wird Deutschland schon wieder auf das Perfideste in den Großen Plan eingebaut. Als hätte das Land nicht schon genug gelitten.
Gemein, sowas!

Quod licet Iovis...?

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Die Welt interviewte Ehud Olmert:

Ist bei der [europäischen] Kritik auch Antisemitismus im Spiel?

Olmert: Eher Vorurteile und Kurzsichtigkeit. Woher nehmen sie eigentlich das Recht, Israel zu predigen? Die europäischen Länder haben Kosovo angegriffen und zehntausend Zivilisten getötet. Zehntausend Zivilisten! Und keines dieser Länder hatte zuvor auch nur durch eine einzige Rakete zu leiden! Ich sage nicht, dass es falsch war, im Kosovo einzugreifen. Aber bitte: Predigt uns nicht über den Umgang mit Zivilisten.
[Welt.de]

Nachtrag: "Welt" gefällt mir kursiv doch besser...

Nachtrag 21.10.06: Blöd. Es heißt eigentlich Iovi. Jaja, die Kasus.

Wikinger, gestern und heute

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Vom 6.-11. Jahrhundert n. Chr. verbreiteten sich die aus Skandinavien kommenden Wikinger in ganz Europa und zum Teil darüberhinaus. Dabei zog es Norweger und Dänen in den Westen; nach England, wo das 'Danelaw' entstand, nach Irland, wo es ein norwegisches Königreich gab (wie auch, im 10. Jahrhundert, für kurze Zeit in und um York) und Dublin gegründet wurde, nach Frankreich, wo 911 der Wikingerfürst Rolfr das Herzogtum Normandie zugestanden bekam, nach Island, Grönland, Neufundland...
Die Schweden dagegen zog es mehr in östliche Richtung. Sie stießen bis weit hinter das Gebiet um das heutige Moskau vor und erreichten weiter südlich das Kaspische wie auch das Schwarze Meer und über letzteres den Norden Kleinasiens. Bis nach Palästina kamen sie nicht.

Das ist lange vorbei. Jetzt allerdings planen die 'christlichen Mitglieder' der schwedischen Sozialdemokraten, die gute alte Zeit wieder aufleben zu lassen; und diesmal soll es weiter nach Südosten gehen, als je zuvor:

The "Christian Members" of Sweden's Social Democratic Party – traditionally a powerful group - has just finished their congress in which they focused on the Arab-Israeli conflict, complete with attendance of the Israeli ambassador and the PLO "ambassador." The congress voted for a policy document that demanded nothing less than war on Israel. If the "the occupation continues and the crimes against international law and human rights persist," it says, the Swedish government should push for international forces "to be sent to the area, with or without the consent of the parties."
[Daniel Pipes via Achse des Guten]

Es kann vielleicht auch nicht schaden, daran zu erinnern, was hier bereits angeführt worden ist:

But Sudan's president, Omar al-Bashir, has vowed to never allow U.N. peacekeepers into Darfur and Annan said the U.N. can't take over without the government's consent and cooperation.

Dumm gelaufen, der Mann will eben seine Ruhe. Und christliche schwedische Sozialdemokraten haben klare Prioritäten.

Nachtrag: Es fällt nicht leicht, aber aus Gründen der Konsequenz und Fairness ist es nötig und möge verziehen werden:

In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts verbreitete sich die aus Deutschland kommende Wehrmacht in ganz Europa und zum Teil darüberhinaus. Etc. pp. ...

Ich verstehe ja die Rücksichtnahmen, die wir haben. Ich verstehe auch, dass viele Politiker unter dem massiven Druck stehen der Versuche, sie als Antisemiten abzutun, wenn sie wagen, eine Kritik an Israel zu äußern. Nur, so kann es ja nicht weitergehen. Was für Serbien richtig war, muss für andere Staaten gut sein. Wir können nicht die Menschenrechte teilen. Und wenn von Staatsräson geredet wird, dann muss ich wirklich sagen, müssen wir mal als oberste Staatsräson festhalten, dass wir für Menschen- und Völkerrecht eintreten.
[Helmut Schäfer (FDP), ehemaliger Staatsminister im Auswärtigen Amt, im Interview beim Deutschlandfunk. Via Lizas Welt]
(Hervorhebung von mir)

Nachtrag zum Nachtrag: Ich unterstelle Schäfer explizit nicht, daß er sich die Rückkehr in die 'gute alte Zeit' wünsche, ebensowenig, wie ich den schwedischen Sozialdemokraten tatsächlich unterstellen möchte, daß sie sich wieder als Wikinger betätigen wollen. Was ich beiden jedoch unterstelle ist, daß sich bei ihnen das Reden weitgehend vom Denken emanzipiert hat.

Noch ein Nachtrag: Der Beschluß, um den es geht, wurde von den christlichen Mitgliedern der schwedischen Sozialdemokraten verabschiedet, nicht von der gesamten Partei. Das steht zwar im Zitat, stand bisher aber nicht im Text - wurde geändert.

200.000

200.000 published on Keine Kommentare zu 200.000

Secretary-General Kofi Annan urged the Security Council to strengthen African Union forces in the Sudan's violence-wracked Darfur region and more than double it if a U.N. takeover of peacekeeping duties is approved.

[...]

But Sudan's president, Omar al-Bashir, has vowed to never allow U.N. peacekeepers into Darfur and Annan said the U.N. can't take over without the government's consent and cooperation.

Das ist hinderlich.

The conflict in Darfur began when members of ethnic African tribes rose in revolt against the Arab-led Khartoum government in early 2003. Over 200,000 civilians have died, more than two million have fled their homes, and millions more have had their livelihoods destroyed, Annan said.
[AP via Newsvine]

Das ist scheiße.