30/06/06: Späte Einsicht
kategorie: unspezifisches
geschrieben von: hllizi
Brüssel - Der finnische Außenminister Erkki Tuomioja hat unmittelbar vor Beginn der sechs Monate dauernden EU-Ratspräsidentschaft seines Landes von der Türkei ein Entgegenkommen in der Zypern-Frage gefordert. Tuomioja schloß einen Abbruch der Beitrittsverhandlungen im Herbst nicht aus, sofern Ankara nicht noch in diesem Jahr seine Häfen auch für Schiffe aus Zypern öffnet.
[Welt.de - Finnland droht Türkei mit Abbruch der Verhandlungen]
Nachdem ich sie für eine kurze Zeit überwunden hatte, bin ich inzwischen zu meiner alten Oberstufen-Einstellung zur EU zurückgekehrt. Nicht, daß ich alles grundsätzlich schlecht finde. Die Freizügikeit innerhalb des Unionsgebietes ist ganz nett; den Euro finde ich inzwischen auch nicht mehr so dramatisch schlimm wie einst; ob er sich dauerhaft bewährt, muß die Zukunft zeigen. Aber neben den Tatsachen, daß die EU-Entscheidungen von Abraumhalden voller abgehalfterter Politiker der Mitgliedsstaaten getroffen werden, die in ihren jeweiligen Ländern nicht die geringste Chance gehabt hätten, daß die EU-Politik großteils nichts weiter ist, als ein Ganzjahres-Sommerloch und daß Regulation somit auch die Hauptbeschäftigung - vielleicht sogar die einzige - unserer Eurokraten ist, daneben kotzt mich schon seit einiger Zeit die zur 'Staats'-Raison erhobene Rückgratlosigkeit an, die inzwischen regiert. Eine Union, die es nicht zur Grundbedingung für den Beginn von Beitrittsverhandlungen macht, daß der Beitrittskandidat alle Unionsmitglieder anerkennt, ist keine. Da brauch mir jetzt auch keiner mit 'kleinen Schritten', 'Verhandlungsbeginn ist nicht gleich Beitritt', 'worüber sollte man denn dann noch reden' und ähnlichem Schwachsinn zu kommen.
[Welt.de - Finnland droht Türkei mit Abbruch der Verhandlungen]
Nachdem ich sie für eine kurze Zeit überwunden hatte, bin ich inzwischen zu meiner alten Oberstufen-Einstellung zur EU zurückgekehrt. Nicht, daß ich alles grundsätzlich schlecht finde. Die Freizügikeit innerhalb des Unionsgebietes ist ganz nett; den Euro finde ich inzwischen auch nicht mehr so dramatisch schlimm wie einst; ob er sich dauerhaft bewährt, muß die Zukunft zeigen. Aber neben den Tatsachen, daß die EU-Entscheidungen von Abraumhalden voller abgehalfterter Politiker der Mitgliedsstaaten getroffen werden, die in ihren jeweiligen Ländern nicht die geringste Chance gehabt hätten, daß die EU-Politik großteils nichts weiter ist, als ein Ganzjahres-Sommerloch und daß Regulation somit auch die Hauptbeschäftigung - vielleicht sogar die einzige - unserer Eurokraten ist, daneben kotzt mich schon seit einiger Zeit die zur 'Staats'-Raison erhobene Rückgratlosigkeit an, die inzwischen regiert. Eine Union, die es nicht zur Grundbedingung für den Beginn von Beitrittsverhandlungen macht, daß der Beitrittskandidat alle Unionsmitglieder anerkennt, ist keine. Da brauch mir jetzt auch keiner mit 'kleinen Schritten', 'Verhandlungsbeginn ist nicht gleich Beitritt', 'worüber sollte man denn dann noch reden' und ähnlichem Schwachsinn zu kommen.
Björn schrieb:
Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.