14/04/05: Terminprobleme

kategorie: tübingen
geschrieben von: hllizi
Eigentlich wollte ich hier ja über die hier angekündigte Debatte zum Thema "darf Gerhard Schröder erschossen werden" berichten, aber leider war ich in irgendeiner Hinsicht fehlinformiert. Die Debatte fand nicht heute abend um 20hct in Raum X der Burse statt, sondern irgendwann anders oder irgendwo anders oder beides. Ich entschuldige mich für die Fehlinformation; in Zukunft werde ich besser recherchieren. (Ich bin mir inzwischen nicht einmal mehr sicher, ob die Flyer, auf welchen die Debatte angekündigt wurde, wirklich echt waren. Vielleicht hat da jemand eine Scherzerei vorgenommen. So etwas läßt sich leicht fälschen.)
Statt mir die Debatte anzuhören setzte ich mich dann also in den Ammerschlag, verzehrte gemütlich ein Guinness und dachte über Tautologien nach. Nicht besonders aufregend, aber es soll ja auch keiner einen Herzschlag kriegen.

08/04/05: Ethik und so

kategorie: tübingen
geschrieben von: hllizi
Die nächste Debatte nach dem "Tübinger Modell" (leider ist die Website nicht ganz auf aktuellem Stand) an der Universität Tübingen findet am 14.04.2005 im Raum X der Burse statt, was nur nebenbei bemerkt sei. Der Grund, weshalb ich das überhaupt erwähne, (denn ich gehöre nicht zu den Organisatoren der Debatten und war bisher auch nur einmal dabei) ist, daß man diesmal ein ausgesprochen interessantes Debattenthema gefunden hat. Es lautet: "Darf Gerhard Schröder erschossen werden?"
Manch einer wird da vielleicht laut auflachen und die Frage als Scherz einstufen. Manch ein anderer wird eine verschnarchte, rein juristisch begründete Antwort darauf geben und bemerken, daß die Menschenrechte auch für Regierungschefs gelten müßten. Hier aber geht es doch um viel mehr.
Die eigentliche Frage ist doch: Ist es ethisch gerechtfertigt, dem Kanzler mit Hilfe einer Schußwaffe das Lebenslicht zu löschen? Demnach auch: Sind die Menschenrechte tatsächlich sinnvolle ethische Grundsätze? Gesetze jedenfalls drücken nicht notwendig das ethisch Richtige aus, darum kann man sich hinter diesen nicht so einfach verstecken.
Ist es also ethisch gerechtfertigt, den Kanzler umzunieten? Ist der Notstand notständig genug? Schwer zu sagen! Einerseits ist Schröder ja Vater, und erschossene Väter sind nie was Tolles für Kinder. Die wünschen sich meist langlebige Papis. Andererseits ist Gerhard Schröder aber auch, folgt man Edmund Stoiber, ein sehr böser Mensch. Und wem geht seine selbstgefällige Art nicht dann und wann auf die Nerven?
Für und Wider halten sich also einmal mehr die Waage, und man darf durchaus auf die Debatte gespannt sein. Ich werde wohl hingehen.

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