Ich liebe ihn.
30/03/07: Pflichterfüllung
Als seriöses Medium hat man gestellte Fragen von großer Relevanz auch zu beantworten. Also:

Gar nicht so übel, oder?
Gar nicht so übel, oder?
30/03/07: Besonders seriöse Berichterstattung...
...findet man hier. Allerdings unterläuft auch dem angesehensten Magazin gelegentlich ein derber Schnitzer, und so hört man Gabriele Pauli klagen:
Der Stil erweckt bei mir den Eindruck, dass zur Steigerung der Auflage und des Bekanntheitsgrades ein Weg gewählt wurde, der die Grenze seriöser Berichterstattung überschreitet, ungeachtet des Ansehens meiner Person
[Mittelbayerische]
Auf das Ansehen ihrer Person kam es doch gerade an, dachte ich. Aber ansonsten schon eine Unverschämtheit. Da rechnet man mit einer Berichterstattung im abgeklärten Stil einer Nachrichtenagentur, objektiver Information also zum Thema "so sieht Gabriele Pauli mit Latexhandschuhen aus". Daran besteht ein ernsthaftes öffentliches Interesse, wie ja auch an der Frage: "Wie macht sich Edmund Stoiber in Strapsen?", womit sich das Thema keinesfalls für billige Auflagenhascherei und Ausschlachtung im Kampf um Aufmerksamkeit eignet. Und dann das: "St. Pauli". Das konnte keiner ahnen. Lag auch nicht nahe.
Der Stil erweckt bei mir den Eindruck, dass zur Steigerung der Auflage und des Bekanntheitsgrades ein Weg gewählt wurde, der die Grenze seriöser Berichterstattung überschreitet, ungeachtet des Ansehens meiner Person
[Mittelbayerische]
Auf das Ansehen ihrer Person kam es doch gerade an, dachte ich. Aber ansonsten schon eine Unverschämtheit. Da rechnet man mit einer Berichterstattung im abgeklärten Stil einer Nachrichtenagentur, objektiver Information also zum Thema "so sieht Gabriele Pauli mit Latexhandschuhen aus". Daran besteht ein ernsthaftes öffentliches Interesse, wie ja auch an der Frage: "Wie macht sich Edmund Stoiber in Strapsen?", womit sich das Thema keinesfalls für billige Auflagenhascherei und Ausschlachtung im Kampf um Aufmerksamkeit eignet. Und dann das: "St. Pauli". Das konnte keiner ahnen. Lag auch nicht nahe.
29/10/06: Schmahoo!
Mit einiger Enttäuschung stellte ich gerade fest, daß Pressephotos bei Yahoo! nicht permanent im Netz bleiben. Die alte, alte Scheiße. Man sehe sich beim Verlinken vor, die Quellen werden wegbrechen.
11/10/06: Erfreulich
Sehr zu begrüßen ist es, daß man inzwischen offenbar auch vom "Nein" der Franzosen und Niederländer zur EU-Verfassung reden kann. Einge Zeit war es ja unerläßlich gewesen, stets vom "Non" und vom "Nee" zu reden. Das wirkte so weltgewandt und klug.
30/08/06: Logik down under Chris Warren
Chris Warren, the federal secretary of the Media, Entertainment and Arts Alliance union, said [Australian Foreign Minister] Downer's remarks showed an unfortunate but increasing trait of governments to try to dictate conflict reporting.
He said journalists occasionally got facts wrong, but he rejected the Foreign Minister's claims of shoddy reporting from Lebanon.
"I don't think journalists have got it so egregiously wrong as some governments did on weapons of mass destruction," Mr Warren said, referring to the arguments used by the US, Britain and Australia to go to war in Iraq.
Mr Downer's attack showed "a profound misunderstanding of the pressures media organisations are under", Mr Warren said.
Democrats deputy leader Andrew Bartlett described the Foreign Minister's comments as "extraordinary".
"To suggest the Australian media is anti-Israeli is a very dodgy assertion," he said.
[Mark Dodd im Australian, zu lesen bei Achse des Guten]
Vielleicht muß man tatsächlich eine "unfortunate but increasing" Tendenz bei Politikern beobachten, die Inhalte der Medien diktieren zu wollen. So kann man sich z.B. mit guten Gründen fragen, weshalb der große und bedeutende Jack Straw, Außernminister des Vereinigten Königreichs, es sich seinerzeit anmaßte, die Veröffentlichung von Zeichnungen in einer dänischen Zeitung scharf zu verurteilen; was gehen die Possen der Medien eines anderen Staates Herrn Straw an?
Was aber hat sich Alexander Downer jetzt geleistet, um sich eine derart harsche Kritik zu verdienen? Folgendes:
The Foreign Minister said standards of decency, respect for others and self-restraint were important elements for the media to consider.
[...]
"What concerns me greatly is the evidence of dishonesty in the reporting out of Lebanon. For example, a Reuters photographer was forced to resign after doctoring images to exaggerate the impact of Israeli air attacks," he said, adding that widespread reporting of an Israeli air strike on a Lebanese Red Cross ambulance had fallen for a hoax.
"Yet, some of the world's most prestigious media outlets, including some of those represented here today (Monday), ran that story as fact -- unchallenged, unquestioned," he said.
There had been a tendency to report every casualty on the Lebanese side of the conflict as a civilian casualty despite indisputable evidence that many of the injured from the Israeli offensive were Hezbollah combatants.
Ich bin bestimmt nicht so klug wie Chris Warren, der in seiner Funktion als "federal secretary of the Media, Entertainment and Arts Alliance union" bestimmt ein ungeheuer gescheiter Mensch sein muß, aber für mein begrenztes Verständnis handelt es sich hier nur unmaßgeblich um einen Versuch von Downer "to try to dictate conflict reporting", sondern lediglich um eine letztlich bescheidene, wenn auch klar formulierte Aufforderung zur Einhaltung journalistischer Mindeststandards. Aber Warren hält dem entgegen, daß "journalists occasionally got facts wrong", weist aber "the Foreign Minister's claims of shoddy reporting from Lebanon" zurück.
Nun muß man zugestehen, daß sich die eine oder andere Ente im journalistischen Alltag wohl kaum vermeiden lassen wird. Ob aber hier auch noch die Rede von der ein oder anderen Ente sein kann, darf angesichts der langen Liste bedauerlicher Irrtümer, die stets als Fakten über israelische Verbrechen präsentiert wurden, aus gutem Grund bezweifelt werden.
Hier eine (unvollständige) Liste der Merkwürdigkeiten in der Berichterstattung zum Libanonkonflikt:
-'Green Helmet' gibt Regienanweisungen für Fernsehberichte (siehe. Darum interessant, weil Photos, die diesen Mann zeigen, vorher schon als ganz reguläre Pressephotos verwendet worden waren. Kurz nach dem ZAPP bericht erschien übrigens eine mitfühlende Kurzbiographie des Mannes im Guardian, dem der Mann anscheinend nach wie vor sehr sympathisch ist.)
-Reuters veröffentlicht gefälschte Photos - mindestens eines davon außerordentlich stümperhaft gefälscht (siehe)
-Libanesische Frau wird in zwei Wochen zweimal photographiert; jedesmal ist dabei angeblich ihre Wohnung durch israelische Angriffe zerstört worden. (siehe)
-Attacke Israels auf Krankenwagen wird berichtet, die so gar nicht stattgefunden haben kann. (siehe, via Achse des Guten)
Den NDR-Bericht ausgenommen, wurden übrigens alle diese Fälle von Bloggern aufgedeckt; das Interesse der Journalisten an der Bewertung ihrer Quellen war offenbar eher gering.
Außerdem: Selbst wenn sich die falsche Berichterstattung tatsächlich im Rahmen gehalten hätte, wäre dies vielleicht ein Grund gewesen, Downer vorzuwerfen, daß er übertrieben reagiere und unerfüllbare Ansprüche stelle. Seine Kritik an offenkundigen Fehlern aber als Teil eines "trait of governments to try to dictate conflict reporting", zu präsentieren, wäre dann noch immer leicht überzogen, denn die Einhaltung journalistischer Standards kann man Medien gar nicht oft genug 'diktieren' (eigentlich sollte das bei der Ausbildung jedes einzelnen Journalisten bereits zur Genüge geschehen sein), und so etwas darf außerdem jeder, sei er nun Politiker, Priester oder Pornostar.
Es kommt aber noch dicker; Warren ist wirklich viel, viel gescheiter als ich und hat sehr schnell begriffen, daß sich eigenes Versagen am besten durch einen Hinweis auf das Versagen anderer entschuldigen läßt: "I don't think journalists have got it so egregiously wrong as some governments did on weapons of mass destruction". Inhaltlich möchte ich da gar nicht rundweg widersprechen - vor allem aus einem Grund: Wo liegt die Relevanz dieser Aussage überhaupt? Daß die USA, das Verein. Königreich und auch Australien wegen anscheinend nicht vorhandener Massenvernichtungswaffen in den Krieg gezogen sind, entschuldigt schlampige Berichterstattung aus dem Libanon? Man soll sich ja immer am schlechtesten denkbaren Vorbild messen, nicht wahr? Nicht "so egregiously wrong" - immerhin ist es ja Fakt, daß Israel Angriffe geflogen hat, welche Rolle spielt es da, ob sie jetzt genau diesen oder jenen Krankenwagen tatsächlich getroffen haben? Symbolphotos! Und wenn schon die CIA mit Satellitenphotos überfordert ist, wie sollen wir dann noch mit Photoshop-Montagen klar kommen? Immer schön auf dem Teppich bleiben, Herr Minister!
Schließlich zeigen Downers Einlassungen dann auch nur "a profound misunderstanding of the pressures media organisations are under". Welcher Druck das jetzt genau ist, stellt für mich das größte Rätsel in Warrens Tirade dar. Der Druck, sauber zu arbeiten, kann nicht gemeint sein, denn gegen genau den wehrt sich Warren hier ja mit Händen, Füßen und dem ungültigsten aller erdenklichen Argumente. Am naheliegendsten scheint es, anzunehmen, daß er von dem Druck spricht, kompromittierendes Material gegen Israel zu liefern, koste es was wolle - sei's Anstand, sei's Ehrlichkeit, sei's Selbstachtung. Aber das sind ganz böse Unterstellungen, von denen ich mich hiermit entschieden distanziere. Denn nicht zuletzt:
Democrats deputy leader Andrew Bartlett described the Foreign Minister's comments as "extraordinary". "To suggest the Australian media is anti-Israeli is a very dodgy assertion"
Und der muß es ja wissen.
Ich frage mich dann brav weiterhin, welcher Druck das ist.
He said journalists occasionally got facts wrong, but he rejected the Foreign Minister's claims of shoddy reporting from Lebanon.
"I don't think journalists have got it so egregiously wrong as some governments did on weapons of mass destruction," Mr Warren said, referring to the arguments used by the US, Britain and Australia to go to war in Iraq.
Mr Downer's attack showed "a profound misunderstanding of the pressures media organisations are under", Mr Warren said.
Democrats deputy leader Andrew Bartlett described the Foreign Minister's comments as "extraordinary".
"To suggest the Australian media is anti-Israeli is a very dodgy assertion," he said.
[Mark Dodd im Australian, zu lesen bei Achse des Guten]
Vielleicht muß man tatsächlich eine "unfortunate but increasing" Tendenz bei Politikern beobachten, die Inhalte der Medien diktieren zu wollen. So kann man sich z.B. mit guten Gründen fragen, weshalb der große und bedeutende Jack Straw, Außernminister des Vereinigten Königreichs, es sich seinerzeit anmaßte, die Veröffentlichung von Zeichnungen in einer dänischen Zeitung scharf zu verurteilen; was gehen die Possen der Medien eines anderen Staates Herrn Straw an?
Was aber hat sich Alexander Downer jetzt geleistet, um sich eine derart harsche Kritik zu verdienen? Folgendes:
The Foreign Minister said standards of decency, respect for others and self-restraint were important elements for the media to consider.
[...]
"What concerns me greatly is the evidence of dishonesty in the reporting out of Lebanon. For example, a Reuters photographer was forced to resign after doctoring images to exaggerate the impact of Israeli air attacks," he said, adding that widespread reporting of an Israeli air strike on a Lebanese Red Cross ambulance had fallen for a hoax.
"Yet, some of the world's most prestigious media outlets, including some of those represented here today (Monday), ran that story as fact -- unchallenged, unquestioned," he said.
There had been a tendency to report every casualty on the Lebanese side of the conflict as a civilian casualty despite indisputable evidence that many of the injured from the Israeli offensive were Hezbollah combatants.
Ich bin bestimmt nicht so klug wie Chris Warren, der in seiner Funktion als "federal secretary of the Media, Entertainment and Arts Alliance union" bestimmt ein ungeheuer gescheiter Mensch sein muß, aber für mein begrenztes Verständnis handelt es sich hier nur unmaßgeblich um einen Versuch von Downer "to try to dictate conflict reporting", sondern lediglich um eine letztlich bescheidene, wenn auch klar formulierte Aufforderung zur Einhaltung journalistischer Mindeststandards. Aber Warren hält dem entgegen, daß "journalists occasionally got facts wrong", weist aber "the Foreign Minister's claims of shoddy reporting from Lebanon" zurück.
Nun muß man zugestehen, daß sich die eine oder andere Ente im journalistischen Alltag wohl kaum vermeiden lassen wird. Ob aber hier auch noch die Rede von der ein oder anderen Ente sein kann, darf angesichts der langen Liste bedauerlicher Irrtümer, die stets als Fakten über israelische Verbrechen präsentiert wurden, aus gutem Grund bezweifelt werden.
Hier eine (unvollständige) Liste der Merkwürdigkeiten in der Berichterstattung zum Libanonkonflikt:
-'Green Helmet' gibt Regienanweisungen für Fernsehberichte (siehe. Darum interessant, weil Photos, die diesen Mann zeigen, vorher schon als ganz reguläre Pressephotos verwendet worden waren. Kurz nach dem ZAPP bericht erschien übrigens eine mitfühlende Kurzbiographie des Mannes im Guardian, dem der Mann anscheinend nach wie vor sehr sympathisch ist.)
-Reuters veröffentlicht gefälschte Photos - mindestens eines davon außerordentlich stümperhaft gefälscht (siehe)
-Libanesische Frau wird in zwei Wochen zweimal photographiert; jedesmal ist dabei angeblich ihre Wohnung durch israelische Angriffe zerstört worden. (siehe)
-Attacke Israels auf Krankenwagen wird berichtet, die so gar nicht stattgefunden haben kann. (siehe, via Achse des Guten)
Den NDR-Bericht ausgenommen, wurden übrigens alle diese Fälle von Bloggern aufgedeckt; das Interesse der Journalisten an der Bewertung ihrer Quellen war offenbar eher gering.
Außerdem: Selbst wenn sich die falsche Berichterstattung tatsächlich im Rahmen gehalten hätte, wäre dies vielleicht ein Grund gewesen, Downer vorzuwerfen, daß er übertrieben reagiere und unerfüllbare Ansprüche stelle. Seine Kritik an offenkundigen Fehlern aber als Teil eines "trait of governments to try to dictate conflict reporting", zu präsentieren, wäre dann noch immer leicht überzogen, denn die Einhaltung journalistischer Standards kann man Medien gar nicht oft genug 'diktieren' (eigentlich sollte das bei der Ausbildung jedes einzelnen Journalisten bereits zur Genüge geschehen sein), und so etwas darf außerdem jeder, sei er nun Politiker, Priester oder Pornostar.
Es kommt aber noch dicker; Warren ist wirklich viel, viel gescheiter als ich und hat sehr schnell begriffen, daß sich eigenes Versagen am besten durch einen Hinweis auf das Versagen anderer entschuldigen läßt: "I don't think journalists have got it so egregiously wrong as some governments did on weapons of mass destruction". Inhaltlich möchte ich da gar nicht rundweg widersprechen - vor allem aus einem Grund: Wo liegt die Relevanz dieser Aussage überhaupt? Daß die USA, das Verein. Königreich und auch Australien wegen anscheinend nicht vorhandener Massenvernichtungswaffen in den Krieg gezogen sind, entschuldigt schlampige Berichterstattung aus dem Libanon? Man soll sich ja immer am schlechtesten denkbaren Vorbild messen, nicht wahr? Nicht "so egregiously wrong" - immerhin ist es ja Fakt, daß Israel Angriffe geflogen hat, welche Rolle spielt es da, ob sie jetzt genau diesen oder jenen Krankenwagen tatsächlich getroffen haben? Symbolphotos! Und wenn schon die CIA mit Satellitenphotos überfordert ist, wie sollen wir dann noch mit Photoshop-Montagen klar kommen? Immer schön auf dem Teppich bleiben, Herr Minister!
Schließlich zeigen Downers Einlassungen dann auch nur "a profound misunderstanding of the pressures media organisations are under". Welcher Druck das jetzt genau ist, stellt für mich das größte Rätsel in Warrens Tirade dar. Der Druck, sauber zu arbeiten, kann nicht gemeint sein, denn gegen genau den wehrt sich Warren hier ja mit Händen, Füßen und dem ungültigsten aller erdenklichen Argumente. Am naheliegendsten scheint es, anzunehmen, daß er von dem Druck spricht, kompromittierendes Material gegen Israel zu liefern, koste es was wolle - sei's Anstand, sei's Ehrlichkeit, sei's Selbstachtung. Aber das sind ganz böse Unterstellungen, von denen ich mich hiermit entschieden distanziere. Denn nicht zuletzt:
Democrats deputy leader Andrew Bartlett described the Foreign Minister's comments as "extraordinary". "To suggest the Australian media is anti-Israeli is a very dodgy assertion"
Und der muß es ja wissen.
Ich frage mich dann brav weiterhin, welcher Druck das ist.
Was sage ich damit aus?
07/08/06: Satire wird Realität
Erst habe ich ein Haus gebaut. Das haben die Israelis zerbombt. (22.7.06)

Dann habe ich noch ein Haus gebaut. Das haben auch die Israelis zerbombt (5.8.06)...

[Drinking from Home via Sandmonkey]
(1. Photo: Reuters/Issam Kobeisi; 2. Photo: AP/Hussein Malla)
Nachtrag: Die Photos finden sich hier und hier.

Dann habe ich noch ein Haus gebaut. Das haben auch die Israelis zerbombt (5.8.06)...

[Drinking from Home via Sandmonkey]
(1. Photo: Reuters/Issam Kobeisi; 2. Photo: AP/Hussein Malla)
Nachtrag: Die Photos finden sich hier und hier.
05/08/06: Individuell angepaßte Aussagen
In the current crisis, some French politicians have lashed out at the United States for not calling for an immediate cease-fire. Presidential hopeful and former culture minister Jack Lang called Bush a "fanatic" whose policies in the Middle East have encouraged terrorism.
Even the foreign minister didn't rule out a heightening of U.S.-French tensions last weekend and stressed, sounding frustrated, how "completely different" the U.S. and French approaches were.
But [director of the French Institute of Strategic Analysis Francois] Gere said the remarks were aimed at domestic and Arab world audiences.
[AP via Newsvine]
(Hervorhebung von mir)
Aufsehenerregend ist das nicht; ich finde es nur immer wieder schön, zu sehen, wie Politik funktioniert.
Even the foreign minister didn't rule out a heightening of U.S.-French tensions last weekend and stressed, sounding frustrated, how "completely different" the U.S. and French approaches were.
But [director of the French Institute of Strategic Analysis Francois] Gere said the remarks were aimed at domestic and Arab world audiences.
[AP via Newsvine]
(Hervorhebung von mir)
Aufsehenerregend ist das nicht; ich finde es nur immer wieder schön, zu sehen, wie Politik funktioniert.
22/05/06: Lordi
Fünf ehemalige Ganztagsschüler mit hoher Lesekompetenz.
(Gehört auf SWR 2)
(Gehört auf SWR 2)
08/03/06: Proletensex und Rantmachine
Ich hätte mal eine Frage; kann mir die jemand beantworten? Welchen Quotenanteil an Talkshows, Boulevardmagazinen, Soapoperas und Telenovelas, Reality- und schlechten Comedy-Shows, stellen eigentlich diejenigen, die sich später darüber auslassen, wie verblödet, volksverdummend, niveaulos, kitschig, entwürdigend und unkomisch das alles gewesen sei? Es ist ja kaum vorstellbar, daß diejenigen, die ständig greinen, kaum je das gesehen haben, worüber sie sich die Seele aus dem Leib motzen. Also?
"Es ist wie ein Autounfall. Schrecklich, aber man muß trotzdem hinsehen." Diesen Vergleich gebraucht eine Freundin gelegentlich. Auch hier irgendwie treffend, oder? Und es ist ja auch manchmal sehr befriedigend, sich zu denken "das hätte sogar ich besser gekonnt!" wenn die Laienschauspieler in einer der volksbildenden Richtershows gerade wieder besonders spektakulär versagen. Oder sich blöd zu lachen, wenn ein hutzeliges Männchen mit Schnurrbart und Hornbrille seiner Dreizentnerfreundin mit Hasenscharte und Damenbart öffentlich mitteilt, er sei nunmal eine Sexmaschine und wolle eine offene Beziehung führen. Da kommt's einem doch wie ein billig gewonnener Ersatzorgasmus; hochgekriegt und runtergeholt am Fetisch der eigenen Überlegenheit. Ein wirklich faszinierendes Prinzip.
Fesseln diese Sendungen letztlich vielleicht sogar mehr Menschen, die sich das Ganze nur ansehen, um sich sagen zu können "War das heute wieder schlecht!" als solche, denen es wirklich gefällt? Und ist am Ende vielleicht das Bedürfnis nach Kritik an der Nichtswürdigkeit des Fernsehprogrammes die eigentliche Rechtfertigung für dieses Programm, weil es einfach schöner, spannender und manchmal - wenn man es gut macht - sogar anspruchsvoller ist, über das Furchtbare zu schimpfen und zu lästern, als das Schöne zu loben? Ist der Schundanteil möglicherweise gar nicht auf irgendwelche strunzdummen Massen zurückzuführen, die nichts anderes wollen, weil sie nichts anderes begreifen, sondern auf eine gigantische Rantmachine, die Treibstoff braucht?
Weiß das jemand?
"Es ist wie ein Autounfall. Schrecklich, aber man muß trotzdem hinsehen." Diesen Vergleich gebraucht eine Freundin gelegentlich. Auch hier irgendwie treffend, oder? Und es ist ja auch manchmal sehr befriedigend, sich zu denken "das hätte sogar ich besser gekonnt!" wenn die Laienschauspieler in einer der volksbildenden Richtershows gerade wieder besonders spektakulär versagen. Oder sich blöd zu lachen, wenn ein hutzeliges Männchen mit Schnurrbart und Hornbrille seiner Dreizentnerfreundin mit Hasenscharte und Damenbart öffentlich mitteilt, er sei nunmal eine Sexmaschine und wolle eine offene Beziehung führen. Da kommt's einem doch wie ein billig gewonnener Ersatzorgasmus; hochgekriegt und runtergeholt am Fetisch der eigenen Überlegenheit. Ein wirklich faszinierendes Prinzip.
Fesseln diese Sendungen letztlich vielleicht sogar mehr Menschen, die sich das Ganze nur ansehen, um sich sagen zu können "War das heute wieder schlecht!" als solche, denen es wirklich gefällt? Und ist am Ende vielleicht das Bedürfnis nach Kritik an der Nichtswürdigkeit des Fernsehprogrammes die eigentliche Rechtfertigung für dieses Programm, weil es einfach schöner, spannender und manchmal - wenn man es gut macht - sogar anspruchsvoller ist, über das Furchtbare zu schimpfen und zu lästern, als das Schöne zu loben? Ist der Schundanteil möglicherweise gar nicht auf irgendwelche strunzdummen Massen zurückzuführen, die nichts anderes wollen, weil sie nichts anderes begreifen, sondern auf eine gigantische Rantmachine, die Treibstoff braucht?
Weiß das jemand?
27/01/06: Euer Merkwürden, der "Focus"
08/01/06: Kai Diekmann Workaholic?
Man erzählt sich ja gemeinhin, daß Menschen privat ganz anders seien als beruflich. Komiker und Clowns, beispielsweise, stellt man sich als recht eigentlich tieftraurige, vielleicht sogar depressive Gestalten vor. Ihr Witz und ihr Humor gelten dann als Produkte einer jammervollen Verzweiflung, eine Maske möglicherweise, die der Öffentlichkeit präsentiert wird. Aber erinnert sich noch jemand an Otto Waalkes, und an den Grund, aus dem seine Frau sich einst von ihm scheiden ließ? Privat sei er genau wie auf der Bühne, hieß es da. Unerträglich albern. So kann es auch gehen.
Dieses Phänomen - daß jemand so ist wie er sich gibt - kann aber nicht nur bei Komikern, sondern auch bei ganz ordinären Bumsberichterstattern beobachtet werden. So wächst und gedeiht bei uns inzwischen der Verdacht, daß entgegen dem, was wir vor nicht allzu langer Zeit noch annahmen, die Vatikan- und Schlafzimmerpresse unseres Landes nicht in erster Linie von recht eigentlich hochbegabten, aber verirrten Kreaturen bevölkert wird. Sondern weitestgehend, wenn nicht ausschließlich (so weit würden wir ja nicht gehen) von ganz gewöhnlichen Dummköpfen, denen sich bei ihrer Geburt die Nabelschnur zu fest um den Hals geschlungen haben könnte.
Und jetzt das. Heute berichtet Thomas Knüwer unter Berufung auf einen taz-Artikel von des Bild-Chefredakteurs Vorlieben. Diese hat die taz auf der Basis der Kolumne "Kesslers Kosmos" zusammengetragen, die Diekmanns Frau Katja Kessler seit drei Jahren für die Für Sie verfaßt. Und da findet sich unter anderem Folgendes:
"Er macht "Looki-looki-Nachbarin-Watching" durchs Fenster. "Du Katja", wird Frau Kessler vom Ehemann informiert, "sie steht gerade auf." - "Mensch", sorgt er sich abends, "die kommt aber spät nach Haus." Eine Woche später winkt er ihr."
[taz, via Indiskretion Ehrensache ]
Unser grauenhaftester Verdacht scheint sich nun auch zu bestätigen: Der Mann ist nicht nur beruflich, für die Leute, für's Prestige, einSpanner sehr, sehr neugieriger Mensch; er ist es offenbar auch privat. Oder Workaholic.
Dieses Phänomen - daß jemand so ist wie er sich gibt - kann aber nicht nur bei Komikern, sondern auch bei ganz ordinären Bumsberichterstattern beobachtet werden. So wächst und gedeiht bei uns inzwischen der Verdacht, daß entgegen dem, was wir vor nicht allzu langer Zeit noch annahmen, die Vatikan- und Schlafzimmerpresse unseres Landes nicht in erster Linie von recht eigentlich hochbegabten, aber verirrten Kreaturen bevölkert wird. Sondern weitestgehend, wenn nicht ausschließlich (so weit würden wir ja nicht gehen) von ganz gewöhnlichen Dummköpfen, denen sich bei ihrer Geburt die Nabelschnur zu fest um den Hals geschlungen haben könnte.
Und jetzt das. Heute berichtet Thomas Knüwer unter Berufung auf einen taz-Artikel von des Bild-Chefredakteurs Vorlieben. Diese hat die taz auf der Basis der Kolumne "Kesslers Kosmos" zusammengetragen, die Diekmanns Frau Katja Kessler seit drei Jahren für die Für Sie verfaßt. Und da findet sich unter anderem Folgendes:
"Er macht "Looki-looki-Nachbarin-Watching" durchs Fenster. "Du Katja", wird Frau Kessler vom Ehemann informiert, "sie steht gerade auf." - "Mensch", sorgt er sich abends, "die kommt aber spät nach Haus." Eine Woche später winkt er ihr."
[taz, via Indiskretion Ehrensache ]
Unser grauenhaftester Verdacht scheint sich nun auch zu bestätigen: Der Mann ist nicht nur beruflich, für die Leute, für's Prestige, ein
04/05/05: Eine Lichtsekunde lang
Eigentlich, ich weiß, erübrigen sich Links zu Einträgen im BildBlog, da es ohnehin jeder liest. Aber dieser hier ist einfach so schön, daß ich ihn nochmals unterstreichen möchte. Zudem geht es nebenbei auch wieder um Spiegel Online, was ich natürlich besonders gut finde.
Nachtrag vom 7.5., 18.20h: Inzwischen ist die ganze Sache nicht mehr putzig. Sie ist nicht mehr lustig, nicht mehr schön und auch sonst nichts, das irgendwie positiv belegt wäre. Es ging nämlich noch weiter.
Nachtrag vom 7.5., 18.20h: Inzwischen ist die ganze Sache nicht mehr putzig. Sie ist nicht mehr lustig, nicht mehr schön und auch sonst nichts, das irgendwie positiv belegt wäre. Es ging nämlich noch weiter.
15/04/05: Zukunftsmusik
Starting this Friday, Radio 2 brings you an eight part reading of George Orwell's classic political satire, Nineteen Eighty-Four
Da kann man sich schonmal vorbilden: BBC Radio 2; läuft freitags von 21.15 - 21.30 Uhr (GMT, hier also 22.15 - 22.30; hätte keiner gewußt!). Die BBC hält übrigens ihre kompletten Radiosendungen noch sieben Tage über das Ausstrahlungsdatum hinweg abrufbar. Da sieht man, was öffentlich-rechtlicher Rundfunk u.a. sein könnte.
Da kann man sich schonmal vorbilden: BBC Radio 2; läuft freitags von 21.15 - 21.30 Uhr (GMT, hier also 22.15 - 22.30; hätte keiner gewußt!). Die BBC hält übrigens ihre kompletten Radiosendungen noch sieben Tage über das Ausstrahlungsdatum hinweg abrufbar. Da sieht man, was öffentlich-rechtlicher Rundfunk u.a. sein könnte.
08/04/05: Journalisten und Schrift
Der Spiegel - oder auch 'Deutschlands größtes Boulevardmagazin', wenn ich mir den treffenden Ausdruck von Björn an dieser Stelle zueigen machen darf - schrieb Interessantes über Hunter S. Thompson. Ich zitiere:
Er galt als Rockstar unter den Schriftstellern und als Schriftsteller unter den Journalisten
Oha!
Beim Spiegel ist das wohl auch schon sehr verbreitet, daß ein Journalist nicht unbedingt Schriftsteller sein muß. Analphabetismus gilt jetzt als Behinderung; Redaktionen müssen Analphabetenquoten einhalten.
Er galt als Rockstar unter den Schriftstellern und als Schriftsteller unter den Journalisten
Oha!
Beim Spiegel ist das wohl auch schon sehr verbreitet, daß ein Journalist nicht unbedingt Schriftsteller sein muß. Analphabetismus gilt jetzt als Behinderung; Redaktionen müssen Analphabetenquoten einhalten.
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