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Archive für August 2006
kategorie: unspezifisches
geschrieben von: hllizi
Wie nervig sind doch Kinder, die ständig Fragen stellen, alles ganz genau wissen wollen und jede Antwort mit einem weiteren "Warum?" quittieren! Grausam auf die Fresse möchte man denen am liebsten geben, den miesen kleinen Bastarden.
Ganz ähnlich verhält es sich da mit dem Wahlvolk:

Es fehlt an Zustimmung, Fragen werden gestellt, und es herrscht ein hohes Maß an Skepsis.

-Angela Merkel

Und richtig zu Klump hauen möchte man die fiesen kleinen Schweine, wenn sie sich darüber beschweren, daß man ihnen das Taschengeld gekürzt hat. Obwohl man ihnen versprochen hat, das nicht zu tun, falls sie einen als Sorgeberechtigten auswählen:

Wir werden von allen Seiten gemessen an dem, was wir im Wahlkampf gesagt haben. Das ist unfair.

-Franz Müntefering

[Focus online via La deutsche vita]
kategorie: medien
geschrieben von: hllizi
Chris Warren, the federal secretary of the Media, Entertainment and Arts Alliance union, said [Australian Foreign Minister] Downer's remarks showed an unfortunate but increasing trait of governments to try to dictate conflict reporting.

He said journalists occasionally got facts wrong, but he rejected the Foreign Minister's claims of shoddy reporting from Lebanon.

"I don't think journalists have got it so egregiously wrong as some governments did on weapons of mass destruction," Mr Warren said, referring to the arguments used by the US, Britain and Australia to go to war in Iraq.

Mr Downer's attack showed "a profound misunderstanding of the pressures media organisations are under", Mr Warren said.

Democrats deputy leader Andrew Bartlett described the Foreign Minister's comments as "extraordinary".

"To suggest the Australian media is anti-Israeli is a very dodgy assertion," he said.

[Mark Dodd im Australian, zu lesen bei Achse des Guten]

Vielleicht muß man tatsächlich eine "unfortunate but increasing" Tendenz bei Politikern beobachten, die Inhalte der Medien diktieren zu wollen. So kann man sich z.B. mit guten Gründen fragen, weshalb der große und bedeutende Jack Straw, Außernminister des Vereinigten Königreichs, es sich seinerzeit anmaßte, die Veröffentlichung von Zeichnungen in einer dänischen Zeitung scharf zu verurteilen; was gehen die Possen der Medien eines anderen Staates Herrn Straw an?
Was aber hat sich Alexander Downer jetzt geleistet, um sich eine derart harsche Kritik zu verdienen? Folgendes:

The Foreign Minister said standards of decency, respect for others and self-restraint were important elements for the media to consider.

[...]

"What concerns me greatly is the evidence of dishonesty in the reporting out of Lebanon. For example, a Reuters photographer was forced to resign after doctoring images to exaggerate the impact of Israeli air attacks," he said, adding that widespread reporting of an Israeli air strike on a Lebanese Red Cross ambulance had fallen for a hoax.

"Yet, some of the world's most prestigious media outlets, including some of those represented here today (Monday), ran that story as fact -- unchallenged, unquestioned," he said.

There had been a tendency to report every casualty on the Lebanese side of the conflict as a civilian casualty despite indisputable evidence that many of the injured from the Israeli offensive were Hezbollah combatants.


Ich bin bestimmt nicht so klug wie Chris Warren, der in seiner Funktion als "federal secretary of the Media, Entertainment and Arts Alliance union" bestimmt ein ungeheuer gescheiter Mensch sein muß, aber für mein begrenztes Verständnis handelt es sich hier nur unmaßgeblich um einen Versuch von Downer "to try to dictate conflict reporting", sondern lediglich um eine letztlich bescheidene, wenn auch klar formulierte Aufforderung zur Einhaltung journalistischer Mindeststandards. Aber Warren hält dem entgegen, daß "journalists occasionally got facts wrong", weist aber "the Foreign Minister's claims of shoddy reporting from Lebanon" zurück.
Nun muß man zugestehen, daß sich die eine oder andere Ente im journalistischen Alltag wohl kaum vermeiden lassen wird. Ob aber hier auch noch die Rede von der ein oder anderen Ente sein kann, darf angesichts der langen Liste bedauerlicher Irrtümer, die stets als Fakten über israelische Verbrechen präsentiert wurden, aus gutem Grund bezweifelt werden.

Hier eine (unvollständige) Liste der Merkwürdigkeiten in der Berichterstattung zum Libanonkonflikt:

-'Green Helmet' gibt Regienanweisungen für Fernsehberichte (siehe. Darum interessant, weil Photos, die diesen Mann zeigen, vorher schon als ganz reguläre Pressephotos verwendet worden waren. Kurz nach dem ZAPP bericht erschien übrigens eine mitfühlende Kurzbiographie des Mannes im Guardian, dem der Mann anscheinend nach wie vor sehr sympathisch ist.)
-Reuters veröffentlicht gefälschte Photos - mindestens eines davon außerordentlich stümperhaft gefälscht (siehe)
-Libanesische Frau wird in zwei Wochen zweimal photographiert; jedesmal ist dabei angeblich ihre Wohnung durch israelische Angriffe zerstört worden. (siehe)
-Attacke Israels auf Krankenwagen wird berichtet, die so gar nicht stattgefunden haben kann. (siehe, via Achse des Guten)

Den NDR-Bericht ausgenommen, wurden übrigens alle diese Fälle von Bloggern aufgedeckt; das Interesse der Journalisten an der Bewertung ihrer Quellen war offenbar eher gering.

Außerdem: Selbst wenn sich die falsche Berichterstattung tatsächlich im Rahmen gehalten hätte, wäre dies vielleicht ein Grund gewesen, Downer vorzuwerfen, daß er übertrieben reagiere und unerfüllbare Ansprüche stelle. Seine Kritik an offenkundigen Fehlern aber als Teil eines "trait of governments to try to dictate conflict reporting", zu präsentieren, wäre dann noch immer leicht überzogen, denn die Einhaltung journalistischer Standards kann man Medien gar nicht oft genug 'diktieren' (eigentlich sollte das bei der Ausbildung jedes einzelnen Journalisten bereits zur Genüge geschehen sein), und so etwas darf außerdem jeder, sei er nun Politiker, Priester oder Pornostar.

Es kommt aber noch dicker; Warren ist wirklich viel, viel gescheiter als ich und hat sehr schnell begriffen, daß sich eigenes Versagen am besten durch einen Hinweis auf das Versagen anderer entschuldigen läßt: "I don't think journalists have got it so egregiously wrong as some governments did on weapons of mass destruction". Inhaltlich möchte ich da gar nicht rundweg widersprechen - vor allem aus einem Grund: Wo liegt die Relevanz dieser Aussage überhaupt? Daß die USA, das Verein. Königreich und auch Australien wegen anscheinend nicht vorhandener Massenvernichtungswaffen in den Krieg gezogen sind, entschuldigt schlampige Berichterstattung aus dem Libanon? Man soll sich ja immer am schlechtesten denkbaren Vorbild messen, nicht wahr? Nicht "so egregiously wrong" - immerhin ist es ja Fakt, daß Israel Angriffe geflogen hat, welche Rolle spielt es da, ob sie jetzt genau diesen oder jenen Krankenwagen tatsächlich getroffen haben? Symbolphotos! Und wenn schon die CIA mit Satellitenphotos überfordert ist, wie sollen wir dann noch mit Photoshop-Montagen klar kommen? Immer schön auf dem Teppich bleiben, Herr Minister!

Schließlich zeigen Downers Einlassungen dann auch nur "a profound misunderstanding of the pressures media organisations are under". Welcher Druck das jetzt genau ist, stellt für mich das größte Rätsel in Warrens Tirade dar. Der Druck, sauber zu arbeiten, kann nicht gemeint sein, denn gegen genau den wehrt sich Warren hier ja mit Händen, Füßen und dem ungültigsten aller erdenklichen Argumente. Am naheliegendsten scheint es, anzunehmen, daß er von dem Druck spricht, kompromittierendes Material gegen Israel zu liefern, koste es was wolle - sei's Anstand, sei's Ehrlichkeit, sei's Selbstachtung. Aber das sind ganz böse Unterstellungen, von denen ich mich hiermit entschieden distanziere. Denn nicht zuletzt:

Democrats deputy leader Andrew Bartlett described the Foreign Minister's comments as "extraordinary". "To suggest the Australian media is anti-Israeli is a very dodgy assertion"

Und der muß es ja wissen.

Ich frage mich dann brav weiterhin, welcher Druck das ist.
kategorie: unspezifisches
geschrieben von: hllizi
Im Laufe der vergangenen FIFAwm mußte sich das Deutsche Reich einem überbrodelnden nationalistischen Mob ausgesetzt sehen, der noch die hintersten Winkel des Reiches in ein schwarz-rot-goldenes Flaggenmeer von nahtloser Bräune verwandelte, sich selbst frenetisch feierte und am Ende doch nur mit dem 3. Platz sich begnügen mußte. Die Heldin der Stunde war damals die sächsische Landtagsabgeordnete Julia Bonk (PDS), die sich tapfer und unter Einsatz ihres Leumundes dafür stark machte, die Fahnen von der Straße zu holen.
Tatsächlich sind die derzeitigen Farben des Reiches an Geschmacklosigkeit kaum zu überbieten, stand doch das Lützow'sche Freikorps schon lange vor 1939 im Kriege mit Frankreich, weshalb es freilich nur als eine der logisch notwendigen Etappen in der nahtlosen, von überraschender Kontinuität geprägten Geschichte urdeutscher Aggressivität gesehen werden darf. Daher haben wir bei mentalschnupfen.org uns zum Ziel gesetzt, eine neue Reichsfahne zu entwerfen, die streng antifaschistisch und politisch korrekt sein soll, damit sie zu jedem Anlaß ohne Weiteres freudig geschwenkt werden kann. Unsere Bemühungen sind nun an einem Ende angelangt, und wir dürfen unseren Entwurf präsentieren. Er stützt sich auf ein stilvolles, zeitloses Design und glänzt durch intelligente politische Inhalte. Deutschland, frohlocke! Die Schmach, ein Deutscher zu sein, hat ein Ende!

(Leider mußte der Entwurf zensiert werden, um staatlicher Verfolgung und der Schmach des Urteiles zu entgehen. Wir verlassen uns nicht darauf, daß Satyre alles dürfen.)

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kategorie: unspezifisches
geschrieben von: hllizi
Ziemlich bald nachdem die teuflischen Mohammed-Cartoons der Jyllands-Posten mit einer Verspätung von einigen Monaten heiligen Zorn auf sich gezogen und zu manch einer mahnend niedergebrannten Botschaft geführt hatten, war im Iran angekündigt worden, einen massiven Gegenschlag in Form eines Karikaturenwettbewerbes zu führen. Das logische Ziel, wenn man von Dänen beleidigt wurde, sind natürlich die Juden, und so war angekündigt worden, das alte deutsche Märchen vom bösen Edelwolf und den sechs Millionen Juden endlich mal einer gründlichen und umfassenden kritischen Analyse zu unterziehen, wofür ja Karikaturen das ideale Medium sind. Jetzt sind die Werke fertig und können hier von aller Welt bestaunt werden.

[via Achse des Guten]
kategorie: medien
geschrieben von: hllizi
Was sage ich damit aus?
kategorie: medien
geschrieben von: hllizi
Erst habe ich ein Haus gebaut. Das haben die Israelis zerbombt. (22.7.06)

Frau in Beirut beklagt Verlust ihres Appartements, 22.7.06

Dann habe ich noch ein Haus gebaut. Das haben auch die Israelis zerbombt (5.8.06)...

Frau in Beirut beklagt Verlust ihres Hauses, 5.8.06
[Drinking from Home via Sandmonkey]

(1. Photo: Reuters/Issam Kobeisi; 2. Photo: AP/Hussein Malla)

Nachtrag: Die Photos finden sich hier und hier.
kategorie: unspezifisches
geschrieben von: hllizi
Another weakness is that both as individuals and as a collective, they are described by Allah as "the people who guard their lives most." Their strong adherence to his world, with all its vanities and pleasures, constitutes a weakness.
In contrast, our people and our nation's willingness to sacrifice their blood, souls, children, fathers, and families for the sake of the nation's honor, life, and happiness has always been one of our nation's strengths.

[Sandmonkey]

Wenn das stimmt, dann wäre Stalingrad wohl das reinste Paradies für die Jungs gewesen. Wie aussichtsreich.
kategorie: unspezifisches
geschrieben von: hllizi
kategorie: unspezifisches
geschrieben von: hllizi
Ein deutscher Blogger hat's gemerkt:

Falls ein größerer Krieg im Nahen Osten geplant ist, möchte man die Deutsche Wehr gerne dabei haben. Als Friedenstruppe im Libanon wären unsere Soldaten schnell im Kreuzfeuer, wenn es zum großen Krieg losgeht. Und wenn sie schon mal da sind, wird auch mitgemacht. Bei einem evtl. Angriff auf Iran und/oder Syrien könnte die Bundeswehr zusammen mit Französichen Soldaten dann die Ostflanke sichern.

Deshalb:

Um der Deutschen Bevölkerung den Kriegseinsatz schmackhaft zu machen, hat man jetzt vermeintliche Kofferbomben zur Anschlags-Hysterie hochstilisiert: Die Herrenlosen Koffer aus den Regionalzügen enthielten Butangasflaschen (für Heizung und Camping üblich) und Benzin (an jeder Tankstelle erhältlich) – Das hindert aber nich die Journaille übereinstimmend von Sprengstofffunden zu faseln.

So wird Deutschland schon wieder auf das Perfideste in den Großen Plan eingebaut. Als hätte das Land nicht schon genug gelitten.
Gemein, sowas!

kategorie: unspezifisches
geschrieben von: hllizi
Die Welt interviewte Ehud Olmert:

Ist bei der [europäischen] Kritik auch Antisemitismus im Spiel?

Olmert: Eher Vorurteile und Kurzsichtigkeit. Woher nehmen sie eigentlich das Recht, Israel zu predigen? Die europäischen Länder haben Kosovo angegriffen und zehntausend Zivilisten getötet. Zehntausend Zivilisten! Und keines dieser Länder hatte zuvor auch nur durch eine einzige Rakete zu leiden! Ich sage nicht, dass es falsch war, im Kosovo einzugreifen. Aber bitte: Predigt uns nicht über den Umgang mit Zivilisten.

[Welt.de]

Nachtrag: "Welt" gefällt mir kursiv doch besser...

Nachtrag 21.10.06: Blöd. Es heißt eigentlich Iovi. Jaja, die Kasus.
kategorie: unspezifisches
geschrieben von: hllizi
Vom 6.-11. Jahrhundert n. Chr. verbreiteten sich die aus Skandinavien kommenden Wikinger in ganz Europa und zum Teil darüberhinaus. Dabei zog es Norweger und Dänen in den Westen; nach England, wo das 'Danelaw' entstand, nach Irland, wo es ein norwegisches Königreich gab (wie auch, im 10. Jahrhundert, für kurze Zeit in und um York) und Dublin gegründet wurde, nach Frankreich, wo 911 der Wikingerfürst Rolfr das Herzogtum Normandie zugestanden bekam, nach Island, Grönland, Neufundland...
Die Schweden dagegen zog es mehr in östliche Richtung. Sie stießen bis weit hinter das Gebiet um das heutige Moskau vor und erreichten weiter südlich das Kaspische wie auch das Schwarze Meer und über letzteres den Norden Kleinasiens. Bis nach Palästina kamen sie nicht.

Das ist lange vorbei. Jetzt allerdings planen die 'christlichen Mitglieder' der schwedischen Sozialdemokraten, die gute alte Zeit wieder aufleben zu lassen; und diesmal soll es weiter nach Südosten gehen, als je zuvor:

The "Christian Members" of Sweden's Social Democratic Party – traditionally a powerful group - has just finished their congress in which they focused on the Arab-Israeli conflict, complete with attendance of the Israeli ambassador and the PLO "ambassador." The congress voted for a policy document that demanded nothing less than war on Israel. If the "the occupation continues and the crimes against international law and human rights persist," it says, the Swedish government should push for international forces "to be sent to the area, with or without the consent of the parties."
[Daniel Pipes via Achse des Guten]

Es kann vielleicht auch nicht schaden, daran zu erinnern, was hier bereits angeführt worden ist:

But Sudan's president, Omar al-Bashir, has vowed to never allow U.N. peacekeepers into Darfur and Annan said the U.N. can't take over without the government's consent and cooperation.

Dumm gelaufen, der Mann will eben seine Ruhe. Und christliche schwedische Sozialdemokraten haben klare Prioritäten.


Nachtrag: Es fällt nicht leicht, aber aus Gründen der Konsequenz und Fairness ist es nötig und möge verziehen werden:

In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts verbreitete sich die aus Deutschland kommende Wehrmacht in ganz Europa und zum Teil darüberhinaus. Etc. pp. ...

Ich verstehe ja die Rücksichtnahmen, die wir haben. Ich verstehe auch, dass viele Politiker unter dem massiven Druck stehen der Versuche, sie als Antisemiten abzutun, wenn sie wagen, eine Kritik an Israel zu äußern. Nur, so kann es ja nicht weitergehen. Was für Serbien richtig war, muss für andere Staaten gut sein. Wir können nicht die Menschenrechte teilen. Und wenn von Staatsräson geredet wird, dann muss ich wirklich sagen, müssen wir mal als oberste Staatsräson festhalten, dass wir für Menschen- und Völkerrecht eintreten.
[Helmut Schäfer (FDP), ehemaliger Staatsminister im Auswärtigen Amt, im Interview beim Deutschlandfunk. Via Lizas Welt]
(Hervorhebung von mir)

Nachtrag zum Nachtrag: Ich unterstelle Schäfer explizit nicht, daß er sich die Rückkehr in die 'gute alte Zeit' wünsche, ebensowenig, wie ich den schwedischen Sozialdemokraten tatsächlich unterstellen möchte, daß sie sich wieder als Wikinger betätigen wollen. Was ich beiden jedoch unterstelle ist, daß sich bei ihnen das Reden weitgehend vom Denken emanzipiert hat.

Noch ein Nachtrag: Der Beschluß, um den es geht, wurde von den christlichen Mitgliedern der schwedischen Sozialdemokraten verabschiedet, nicht von der gesamten Partei. Das steht zwar im Zitat, stand bisher aber nicht im Text - wurde geändert.
kategorie: netzmagie
geschrieben von: hllizi
Inferno Online. Jetzt muß man nicht mehr so viele komplizierte Verse lesen und kann sich gemütlich durch die Hölle durchklicken. Komplett mit Doré-Illustrationen in mieser Qualität und eingehenden Erläuterungen. Einfach toll.

05/08/06: 200.000

kategorie: unspezifisches
geschrieben von: hllizi
Secretary-General Kofi Annan urged the Security Council to strengthen African Union forces in the Sudan's violence-wracked Darfur region and more than double it if a U.N. takeover of peacekeeping duties is approved.

[...]

But Sudan's president, Omar al-Bashir, has vowed to never allow U.N. peacekeepers into Darfur and Annan said the U.N. can't take over without the government's consent and cooperation.


Das ist hinderlich.

The conflict in Darfur began when members of ethnic African tribes rose in revolt against the Arab-led Khartoum government in early 2003. Over 200,000 civilians have died, more than two million have fled their homes, and millions more have had their livelihoods destroyed, Annan said.
[AP via Newsvine]

Das ist scheiße.
kategorie: medien
geschrieben von: hllizi
In the current crisis, some French politicians have lashed out at the United States for not calling for an immediate cease-fire. Presidential hopeful and former culture minister Jack Lang called Bush a "fanatic" whose policies in the Middle East have encouraged terrorism.

Even the foreign minister didn't rule out a heightening of U.S.-French tensions last weekend and stressed, sounding frustrated, how "completely different" the U.S. and French approaches were.

But [director of the French Institute of Strategic Analysis Francois] Gere said the remarks were aimed at domestic and Arab world audiences.

[AP via Newsvine]
(Hervorhebung von mir)

Aufsehenerregend ist das nicht; ich finde es nur immer wieder schön, zu sehen, wie Politik funktioniert.
kategorie: totalitäres
geschrieben von: hllizi
We're referring to "Hudood," a set of Quranic laws whose name is derived from "hud," meaning "punishment." While national versions differ, most Hudood laws legalize the prosecution of a woman for fornication if she cannot prove a crime was committed. In Pakistan, four Muslim men must have witnessed the event, and testify for the victim. If the woman can't produce those witnesses, she can be prosecuted for alleging a false crime. Penalties include stoning to death, lashing or prison.

[...]

The government has a good case to press. According to official statistics, about 80% of the women currently in prison were convicted under Hudood laws. It's thought that thousands of rapes go unreported each year for fear of arrest or retribution. In March, 1,000 women demonstrated outside of parliament in Islamabad, demanding Hudood's repeal, while some 5,000 also rallied in Multan, a city in eastern Punjab. Among the latter rally's leaders was Mukthar Mai, who was gang-raped in 2002 by order of a village council as retribution for her 13-year-old brother's illicit affair with a woman of a higher caste. The event embarrassed Pakistan internationally and ignited a movement to repeal the law.

[Artikel aus dem Wall Street Journal vom 3. August - zu lesen bei Achse des Guten]
kategorie: unspezifisches
geschrieben von: hllizi
Morgen gehe ich auf die Straße, suche mir einen Rentner und trete ihn richtig ordentlich vor's Schienbein oder in den Arsch. Wenn er dann schreit, sage ich: "Halt's Maul!", boxe ihn in den Bauch, packe ihn an den Schultern und schüttele ihn ordentlich durch. Falls er mich dann schubst, schlage ich ihm ein paar dritte Zähne aus, und falls er dann den Mut der Verzweiflung faßt und mir so richtig eine langt, dann breche ich ihm die Nase.
Wahrscheinlich wird sich währenddessen eine größere Menschenmenge um uns angesammelt haben, und vielleicht hat dann auch schon jemand die Polizei gerufen. Aber - jetzt kommt der Trick! - wenn die Polizei kommt und mich vielleicht verhaften will, dann sage ich: "Nö! Was wollt ihr denn jetzt mit mir? Zum Streit gehören immer zwei!"
kategorie: totalitäres
geschrieben von: hllizi
Der NDR schaut hinter die Kulissen.

[via Achse des Guten]
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