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Archive für February 2006
kategorie: unspezifisches
geschrieben von: hllizi
Der Nachwuchsidiot schreibt über einen deutschen Hobby-Verkehrspolizei-Blockwart. Ausschnitt:

"Für Fußgänger ist da drüben!" Und nun verstehe ich es endlich. Was diese
menschgewordene Wollsocke versucht, mir zu vermitteln, ist: Ich habe als Fußgänger links von dem Ampelpfosten nichts zu suchen, sondern soll meinen müden Arsch gefälligst auf die mir gesetzlich oder aus sonstwelchen Gründen zugewiesene rechte Seite des Ampelpfahls bewegen, und zwar dalli! Okay, außer uns ist da niemand an der Ampel, der Weg ist sehr sehr breit, es ist also völlig egal, wo ich stehe, es handelt sich um 20 cm. Eigentlich.
Aber auch nur eigentlich, denn wir sind ja in Deutschland, und da findet sich immer ein kleiner Blockwart, der dafür sorgt, daß auch alles so richtig seine Richtigkeit hat.


NT: Schon etwas älter, wie ich gerade feststelle, aber sicher nicht veraltet.

27/02/06: Zyniker

kategorie: netzmagie
geschrieben von: hllizi
A cynic is a man who, when he smells flowers, looks around for a coffin.

H.L. Mencken

Das habe ich bei www.quotationspage.com gefunden, und ich mußte gleich an Björn denken. Ich selbst bin ja kein Zyniker. Nein. Nie gewesen.
kategorie: totalitäres
geschrieben von: hllizi
klar und vorausschauend grenzen sich die kämpfer gegen die freiheit der kunst aus der rechtabteilung des vw-konzerns gegen religiöse fundamentalisten ab: sie drohen nicht mit gewalt, sie entziehen einem künstler einfach seine lebensgrundlage: sein werk und sein geld.
[wirres.net]

Volkswagen Amerika wehrt sich gegen herabsetzende und beleidigende Darstellungen des Käfers - oder will sie doch zumindest ordentlich bezahlt sehen. Nachkommen von Hitler gibt es ja leider keine, also muß eben die Firma seine Designidee vor fremden Übergriffen schützen.
Wir denken allerdings, daß auch hier Appeasement unangebracht wäre.

Nachtrag: Aus Solidarität, solange keiner kassieren will:

Die Markenrechtsverletzung

Nachtrag (15:15): Nachdem sich Don Stewart, der Künstler, von welchem obiges Bild stammt (den Hinweis hatte ich in meiner Eile vergessen...) kurzfristig gebeugt hatte, ist nun diese Erklärung veröffentlicht worden und das Bild befindet sich auch wieder auf seiner Seite.
kategorie: unspezifisches
geschrieben von: hllizi
8. Ohne Mozart gäbe es keinen Beethoven, ohne Beethoven keinen Wagner, ohne Wagner keinen Gershwin, ohne Gershwin keinen Jazz, ohne Jazz keine Norah Jones. Kurz: Ohne Mozart wäre selbst Elvis undenkbar.

Moment mal: Wagner, Norah Jones und Elvis wären uns erspart geblieben? Mozart, du Arschloch!
Im Übrigen: ohne Bach gäb’s den Jazz erst recht nicht. Gershwin übrigens begann erst 1910 mit dem Klavierspielen und hatte 1916 seinen ersten Hit. Da gabs den Jazz aber schon. Sowas.


Woktor über die Bild-Gründe warum Mozart der größte Müsiker aller Zeiten sei.
kategorie: totalitäres
geschrieben von: hllizi
What the fuck? Ja; Mordrohungen gibt es auch schon mal für sowas.

Ist nicht direkt mein Stil, aber umbringen würde ich sie dafür auch nicht gerade.
kategorie: unspezifisches
geschrieben von: hllizi
Something odd happened between the elite’s assessment of the heartland and the heartland’s assessment of Brokeback Mountain. No, it’s no The Lion, Witch and the Wardrobe. But of all the Oscar nominees it has racked up by far the biggest domestic grosses so far: more than $70m at the last count (compared with, say, $22m for the superb Capote). And that’s before the potential Oscar boost. More interestingly, it’s done remarkably well in the middle of the red states.
[Andrew Sullivan bei Times Online]

Wie es aussieht hat Brokeback Mountain die Prophezeiungen all der Berufsweisen, die dem Film tödlich miserable Besucherzahlen voraussagten, äußerst gründlich widerlegt. Vor allem soll er, ganz anders als erwartet, auch im amerikanischen Binnenland sehr gut angekommen sein. Andrew Sullivan darüber bei Times Online. Leseempfehlung.

Ich selbst habe den Film noch nicht gesehen, möchte das aber so bald wie möglich tun.
kategorie: unspezifisches
geschrieben von: hllizi
Ich arbeite noch etwas an meiner moralischen Verkommenheit, und dann gehe ich zu den UN-Friedenstruppen und genieße Narrenfreiheit.
kategorie: unspezifisches
geschrieben von: hllizi
Björn verlinkt heute Guts, eine schöne Geschichte von Chuck Palahniuk, dem großen Autoren dessen Werk - vornehmlich natürlich Fight Club - zusammen mit dem von Mohammed das Antlitz des 21. Jahrhunderts formen wird. Er spricht mit Ehrfurcht und Abscheu von diesem literarischen Goldstück, und auch wir müssen zugeben: Es ist in der Tat ekelhaft.

25/02/06: Musiko-Terrorlogie

kategorie: netzmagie
geschrieben von: hllizi
Moe hat mich für last.fm angefixt, einen neuen Lieblingsfeind der Plattenproleten, und ich habe jetzt auch gleich ohne Not begonnen, dort ein völlig überflüssiges Journal über meine grandiosen Erfahrungen mit musique zu schreiben. Ein Eintrag ist schon fertig.
kategorie: unspezifisches
geschrieben von: hllizi
Ich versuche, so oft wie möglich fair gehandelten Kaffee zu kaufen. Mir geht nämlich wenig so sehr auf die Klöten, wie Leute, die sich zwar lautstark über den katastrophalen Zustand unserer Welt beschweren, aber gleichzeitig fest davon überzeugt sind, jede Veränderung dieses Zustandes müsse nicht bei ihnen, sondern bei der Deutschen Bank, Nestlé und Benz beginnen.
Aber das mit dem fair gehandelten Kaffee klappt bei mir dann leider auch nicht immer. Manchmal übermannen einen ja kurzfristig Egoismus und Sparsucht, und wenn man dann noch in einem Supermarkt steht, der ohnehin keinen fair gehandelten Kaffee im Angebot hat, dann tut man schonmal seltsame Dinge und kauft z.B. Kaffee für 2,59 Euro (das Pfund, versteht sich). Diese Kleinmütigkeit wird aber auch umgehend bestraft, weil man die nächsten anderthalb Wochen ständig vor dem schlechtesten Kaffee sitzen darf, der einem jemals untergekommen ist.
Wie blöd muß man auch sein?
kategorie: unspezifisches
geschrieben von: hllizi
Given Iran's strict new policies against cultural products that promote "western" ideas such as feminism, liberalism, nihilism and humanism, the recent endorsement of blogs seems contradictory. The flourishing of blogs, estimated at more than 700,000 worldwide, has created a new space for self-expression on political and social matters.

In a speech during the closing ceremony of the first Festival for Islamic Revolutionary Blogs and Websites, co-sponsored by the ministry of culture, Mr Harandi celebrated the fact that everyone in Iran could now comment on current issues and "speak like a president".

"The hierarchical structure of the real world," he said, "prevents the truth being revealed, while in the virtual world this is not the case." He concluded that such opportunities for free expression would contribute to equality.

Within the new deputy media office, he said, according to the Fars news agency: "Blogs and websites will have a higher priority than the press."

[via Guardian Unlimited newsblog (Hossein Derakhshan)]
kategorie: unspezifisches
geschrieben von: hllizi
Soeben habe ich im Radio vom ersten Vogelgrippe-Fall in BW gehört. Endlich können wir wieder mithalten. Wäre doch peinlich gewesen: "Wir haben alles. Außer Vogelgrippe." Oder?

24/02/06: Vogelgrippe II

kategorie: unspezifisches
geschrieben von: hllizi
Joshua fühlte sich durch diese Seite offenbar zu einem Gedicht über einen Vogel inspiriert, wollte aber dennoch keines schreiben. Deswegen habe ich das in seinen Kommentaren übernommen. Und da nach all den unappetitlichen Geschichten über dramatische Vergewaltigungen, Holocaustleugner, akademische Leseverweigerer, Schweineblut, zweitklassige Staatsbürger und sogar Hammerfall etwas schöngeistige Poesie genau das Richtige sein dürfte, um auch wirklich den letzten Leser zu vertreiben, präsentiere ich das Produkt auch an dieser Stelle dem abgeneigten Publikum. Danke für Ihr Unverständnis:


Das Vöglein auf dem Ast sieht traurig zu mir her
Und niest aus voller Brust das Virus sich heraus;
Sieht kränklich bis zum Tod, recht zu bedauern aus
Und spricht, mit letzter Kraft, mich an: "Ich leide sehr!"

Ich fühle seinen Schmerz, die Brust wird mir so schwer
Und mit gesenktem Blick geh schnell ich nun nach Haus,
Bring mich in Sicherheit und schau zum Fenster raus,
Zum Vöglein schau ich hin: Des' Blick wird langsam leer.

Viel Zeit geht nicht dahin, schon geht's auch mir nicht gut,
Ein Nebel, grau und dumpf, umwabert meine Seele
Und meinen schwachen Leib erfaßt die Fieberglut.
Ein Röcheln, rauh und stumpf, entsteigt aus meiner Kehle -
Das Fieber steigt leicht an! Und jetzt gerinnt mein Blut.
Wenn ihr euch morgen trefft, entschuldigt, daß ich fehle!

Nachtrag: Die Seuche und die dahinterstehende Verschwörung wurden und werden bei Spreeblick ausführlich diskutiert.

24/02/06: Superventionen

kategorie: unspezifisches
geschrieben von: hllizi
Das BILDblog setzt sich heute mit einem Leserbrief auseinander, der an die Mutter aller Zeitungen ging:

Zu: Warum ist unser Theater so versaut?

Je mehr Zuschüsse fließen, desto mehr kommen solche Entgleisungen vor. Da hilft nur eines: Sämtliche Mittel streichen! Man wird sich wundern, wie schnell die Theater wieder zu einem normalen Niveau zurückkehren.


Das bezieht sich hauptsächlich auf die ein oder andere pissende Actrice, enthauptete Karnickel und wohl auch auf Schauspieler, die die Pressefreiheit gewaltsam von hinten aus Händen nehmen.
Aber: Es geht dem deutschen Theater ja wirklich nicht blendend, und häufig kann man sich ausmalen, wie Menschen vor der Entscheidung gestanden haben müssen: "Abgefuckt wie ich bin: Lasse ich mich einweisen oder werd' ich Intendant?" Somit kann ein Hinweis darauf nicht schaden, daß die Idee des unsubventionierten Theaters auch schon von wenigstens einem Menschen vertreten wurde, der durch gänzlich andere und auch hevorragendere Leistungen bekannt geworden ist, als durch Leserbriefe in der Journaille: Georg Kreisler. Wie das allermeiste von ihm haben es auch seine Schriften über das Regietheater wahrlich in sich, was man anhand dieses Textes und einiger anderer auf derselben Seite leicht nachvollziehen kann. Im verlinkten Text finden sich auch die angesprochenen Gedanken zum subventionsfreien Theater.
kategorie: totalitäres
geschrieben von: hllizi
Gibt es überhaupt eine fundierte Entscheidungsgrundlage für die Einschränkung der Meinungsfreiheit, etwa einen Kriterienkatalog, den man auf alle Situation anwenden kann? Ich glaube nein. Man könnte etwa sagen, Meinungsfreiheit dürfe die Empfindungen von Menschen nicht verletzten. Dann kann man zwar die Karikaturen ablehnen und Irving in einen österreichischen Knast schicken. Man hätte dann aber auch Martin Luther King unter Zensur stellen müssen. Am Ende verheddern wir uns immer in dem gleichen Widerspruch. Wir akzeptieren nur die Meinungsfreiheit Gleichgesinnter, oder wir argumentieren politisch. Beides bedeutet, dass wir die Meinungsfreiheit an und für sich nicht akzeptieren.
[Wolfgang Münchau in der FTD]

Sehr lesenswerter Artikel.
kategorie: universität
geschrieben von: hllizi
Daß deutsche Universitäten nichts so sehr verabscheuen, wie Wissenschaft, ist ja nichts Neues mehr. Wie heftig diese Abneigung allerdings teilweise zum Ausdruck gebracht wird, ist schon erstaunlich. Genau darüber bietet dieser Text von Bassam Tibi, einer 'auszumerzenden Schwachstelle' der Universität Göttingen, nochmals einiges an Aufschluß.
Außerdem darüber, was man in Deutschland unter 'Einbürgerung' versteht:

Noch 2005 wurde ich im deutschen Fernsehen wieder folgendermaßen angesprochen: „Sie sind Muslim und Syrer, haben aber einen deutschen Pass“

Daß sich die Lage der deutschen Universitäten in nächster Zeit nicht bessern wird, ist jedem denkenden Menschen klar. Wer aber Masochist ist und sich gerne nochmals unter Schmerzen von dieser offensichtlichen Wahrheit überzeugen möchte, dem sei dieser Text empfohlen.

[via B.L.O.G.]
kategorie: totalitäres
geschrieben von: hllizi
No one should be required to facilitate the expression of Holocaust denial, but neither should there be what Supreme Court Justice Louis Brandeis called the "silence coerced by law — the argument of force in its worst form."

The point was poignantly made in Robert Bolt's play, "A Man for All Seasons," in which William Roper and Sir Thomas More debate the relative balance between evil and freedom:


Roper: So now you'd give the devil benefit of law.

More: Yes. What would you do? Cut a great road through the law to get after the devil?

Roper: I'd cut down every law in England to do that.

More: Oh? And when the law was down — and the devil turned round on you — where would you hide? Yes, I'd give the devil benefit of law, for my own safety's sake.

Call David Irving the devil if you like; the principle of free speech gives you the right to do so. But we must give the devil his due. Let Irving go, for our own safety's sake.

[Michael Shermer, "Free speech, even if it hurts", in der LA Times, via]
kategorie: unspezifisches
geschrieben von: hllizi
Gerhard Stadelmeier, ein Kulturkritiker der FAZ, gibt in der Süddeutschen Folgendes zu Protokoll:

SZ: Der Vorfall scheint Ihnen sehr zugesetzt zu haben.
Gerhard Stadelmaier: Es ist, als sei jemand in Ihre Wohnung eingebrochen. Ihre Briefe und Kleider sind durchwühlt, die Wände beschmutzt. Der materielle Schaden hält sich in Grenzen, aber der immaterielle Schaden, das Gefühl des Ausgeliefert-Seins, ist enorm. Ich habe mich noch nie so gedemütigt gefühlt.

[SZ via Indiskretion Ehrensache]

"Was ist denn da wohl vorgefallen?" Ist man geneigt zu fragen. Hat man Herrn Stadelmeier:

a) Auf offener Straße seiner Krawattennadel beraubt?

b) Auf offener Straße unsittlich penetriert?

c) Im Theater seinen Notizblock weggenommen?


Da kommt natürlich nur c) infrage:

Bei der Premiere im Werkraumtheater der Städtischen Bühnen wurde das Stück „Das große Massakerspiel oder Triumph des Todes“ von Eugéne Ionesco aufgeführt. Theaterkritiker Stadelmaier hatte sich nach eigener Darstellung während der Aufführung kurz mit einem Kollegen unterhalten und dabei leise gelacht. Daraufhin habe ihn der Schauspieler angesprochen und ihm nach einem kurzen Wortgefecht mit den Worten „Mal sehen, was der Kerl geschrieben hat“ seinen Block entrissen. Lawinky habe aber anscheinend seine Schrift nicht lesen können und ihm den Block wieder gegeben. Er -Stadelmaier - sei daraufhin gegangen. Der Schauspieler habe ihm Beleidigungen hinterher gerufen.
[DPA via Indiskretion Ehrensache]

"Ja fein", ist man da geneigt zu rufen, "das ist doch toll, wenn im Theater mal sowas passiert", und allerlei theaterwissenschaftliche Rechtfertigungen dafür anzuführen, was hier unterbleiben soll, denn immerhin hat Stadelmeier der Vorfall "ganz schön weh getan".
Um seinem tiefen Schmerz auch angemessen Nachdruck zu verleihen, stellt Stadelmeier sein privates Ausgeliefertsein aber auch noch als Penetration der Pressefreiheit dar, denn: "Wenn man mir meinen Notizblock entreißt, nimmt man mir nicht nur das Handwerkszeug, sondern man macht es mir unmöglich, über den Abend zu schreiben."
Aber, lieber Herr Stadelmeier, so wie es gelaufen ist können sie über den Abend sogar der Süddeutschen ein Interview erteilen und einen Schauspieler als Schwerverbrecher darstellen! Was könnte ein Kritiker denn jemals mehr wollen?

Satisfaktion!

SZ: Nicht nur Frau Schweeger [die Intendantin des Frankfurter Schauspiels], auch Lawinky hat sich bei Ihnen entschuldigt. Ist das nicht Satisfaktion genug?

Stadelmaier: Er hat sich entschuldigt, akzeptiere ich. Aber wenn ich jemanden umbringe und mich hinterher entschuldige, komme ich trotzdem ins Gefängnis. So ist das Gesetz. Ich habe die Kündigung nicht gefordert. Es ist eine Entscheidung des Hauses, die ich allerdings begrüße. Der Vorfall ist eine Ungeheuerlichkeit und verletzt den Grundlagenvertrag des Theaters. Frau Schweeger sieht das genau so. Sie hat den Schauspieler ja nicht auf meinen Druck hin entlassen.


Hauptsache, der gemeine Kerl ist weit, weit weg von Frankfurt. Bevor der noch wenn umbringt, man kann ja nie wissen, unberechenbar, diese Theaternarren!

Was kann man aus der Geschichte lernen? Zum einen, daß es inzwischen schon nötig ist, Kritiker körperlich anzugehen, um einen 'Theaterskandal' zu erzeugen. Zum anderen, daß sich ein alter Hut neu bestätigt, nämlich: Daß Kritiker meist das kritisieren, woran sie selbst gescheitert sind, Kunst, Musik, Theater etc.; und daß Gerhard Stadelmeier jetzt etwas nachgeholt und die Gelegenheit wahrgenommen hat, die Rolle seines Lebens zu spielen.

"Mann oder FAZ-Feuilletonist?" fragt Thomas Knüwer.
kategorie: unspezifisches
geschrieben von: hllizi

21/02/06: Vogelgrippe

kategorie: unspezifisches
geschrieben von: hllizi
Ich aß Eier aus Freilandhaltung. Muß ich jetzt dahinscheiden?
kategorie: unspezifisches
geschrieben von: hllizi
Beispielsweise dieser hier.
kategorie: unspezifisches
geschrieben von: hllizi
In Israel wurde ein Wettbewerb für antisemitische Karikaturen von jüdischen Zeichnern ausgerufen, mit dem den humorigen iranischen Karikaturisten von vornherein das Wasser abgegraben werden soll. Wahrscheinlich die klügste Art, auf den im Iran von der Zeitung Hamschahri ausgerufenen Wettbewerb zu reagieren:

Amitai Sandy (29), graphic artist and publisher of Dimona Comix Publishing, from Tel-Aviv, Israel, has followed the unfolding of the "Muhammad cartoon-gate" events in amazement, until finally he came up with the right answer to all this insanity - and so he announced today the launch of a new anti-Semitic cartoons contest - this time drawn by Jews themselves!

"We’ll show the world we can do the best, sharpest, most offensive Jew hating cartoons ever published!” said Sandy “No Iranian will beat us on our home turf!"

[boomka.org - via Agitpopblog]


Das elfte Gebot
kategorie: unspezifisches
geschrieben von: hllizi
Das Generalargument gegen solche Fragebogenaktionen: Der Befragte könne ja lügen und sein Kreuzchen an der richtigen Stelle machen. Das aber wollen die Bayern nicht zulassen: "Sollten sich die Angaben des Einbürgerungsbewerbers zu einem späteren Zeitpunkt als unwahr erweisen, kann die Einbürgerung zurückgenommen werden", steht im Schreiben des Ministeriums. Im Falle der Täuschung sei die Einbürgerung nur mehr "ein rechtswidriger Verwaltungsakt", so Ziegler. Eine Verjährungsfrist gebe es nicht. Durchaus möglich also, dass ein fälschlicherweise Eingebürgerter noch Jahre später die deutsche Staatsangehörigkeit wieder verlieren kann.
[via Spiegel-Online]

Bei allen berechtigten Argumenten gegen diese Einbürgerungstests kommt dieser Punkt viel zu kurz: Wenn man einbürgert, dann sollte man es richtig machen, und dabei auch das mögliche Risiko hinnehmen, einen Verfassungsfeind einzubürgern. Welche Hürden man vor die Einbürgerung setzen sollte, steht natürlich zur Debatte; aber zu fragen, ob der Kandidat zugelassene Parteien wählt, ist unanständig. Und, da er lügen könnte, auch sinnlos, wenn man keine 'Staatsbürgerschaft auf Probe' will - genau die wird hier aber eingeführt. Sinnvoll wäre vielleicht ein Sprach- und Wissenstest, dessen Bestehen zeigen würde, daß der Kandidat die deutsche Sprache beherrscht und bereit war, einen gewissen Aufwand hinzunehmen, um eingebürgert zu werden. Die Staatsbürgerschaft aber mit unbefristeter Probezeit zu verleihen - im wahrsten Sinne des Wortes - erzeugt letztlich zwei Klassen von Staatsbürgern: Die, die als Deutsche geboren wurden und die, die möglicherweise gelogen haben und eigentlich gar keine Deutschen sind. Ein schöner Zustand ist das nicht.

Aber in pingeligen Detaildiskussionen um blödsinnige Fragen übersieht man ja immer gern das eigentliche Problem.
kategorie: unspezifisches
geschrieben von: hllizi
Deswegen [9,5 MB Qt] oder auch deswegen [7 MB WMV] finde ich Hammerfall (aka Hammerphallus) zum ersten Mal in meinem Leben gut. Mal schaun, ob Manowar irgendwann nachziehen mit... Männerballett, oder so?

Kann es übrigens sein, daß jede Metal-Band, die was auf sich hält, in irgendeinem ihrer Lieder die Phrasen "writing(s) on the wall" und "on fire" untergebracht haben muß? Man müßte da mal eine Erhebung durchführen.

Nachgeschoben: Es ist nicht ganz "on fire" aber dafür gibt es ein brennendes Herz. Interessant, oder?

Hero of the night
Blood and thunder
Rushing through me
Till the dawn of light
The sky is turning red

Like a renegade
All alone I walk through fire
Till I crash and blaze
I'm living on the edge

Start a chain reaction
Sears the neon light
Stealing all the action
Always takes the fight

Leather Rebel
Lightning in the dark
Leather Rebel
With a burning heart

Master of the streets
Bullet proof and bound for glory
Cities at my feet
I'm turning on the power

Running wild and free
No-one dares to stand before me
That's my destiny
To rule the darkest hours

I can see my future
Writings on the wall
Legend in my lifetime
Stories will recall

(Leather Rebel - Judas Priest, Painkiller)

[via Medienrauschen]
kategorie: totalitäres
geschrieben von: hllizi
Frank Schirrmacher in der FAZ:

Günter Grass, in einem erstaunlichen Interview in „El Pais”, redete sogar von dem Kampf zweier „Unkulturen” und dekretierte das Ende der Pressefreiheit: „Die Presse selbst ist Teil enormer Unternehmensgruppen, welche die öffentliche Meinung monopolisieren. Wir haben das Recht verloren, unter dem Recht auf freie Meinungsäußerung Schutz zu suchen.” Das war, wohlgemerkt, ein Gespräch mit einem der größten Zeitungshäuser Spaniens, das von einem der größten Zeitungshäuser Europas nachgedruckt wurde.

Siehe

13/02/06: Witz und Humor

kategorie: unspezifisches
geschrieben von: hllizi
Jemand aus Brighton hat Marcel Reich-Ranicki gefragt:

Im vergangenen Jahr wurden in London zwei Dramen von Schiller aufgeführt: „Don Carlos” und „Maria Stuart”. Ich habe bei Schiller keinen Humor gefunden. Jenes Lachen und Weinen, das bei Shakespeare vorkommt, gibt es bei ihm nicht. Habe ich recht?

Reich-Ranicki antwortet:

In Schillers Dramen findet sich in der Tat nur wenig Humor - etwa in „Kabale und Liebe” oder im „Wallenstein”. Das mag bedauerlich sein, aber dennoch ist er einer der großen europäischen Bühnenautoren.

Vorher jedoch widerlegt er die These, daß die deutsche Literatur insgesamt humorlos sei. Interessant zu lesen.

Diese Ausführungen haben uns wieder an eine interessante Unterscheidung erinnert, nämlich an die zwischen Witz und Humor, wie sie Ambrose Bierce im Vorwort zum Devil's Dictionary andeutet:

Meantime, too, some of the enterprising humorists of the country had helped themselves to such parts of the work as served their needs, and many of its definitions, anecdotes, phrases and so forth, had become more or less current in popular speech. This explanation is made, not with any pride of priority in trifles, but in simple denial of possible charges of plagiarism, which is no trifle. In merely resuming his own the author hopes to be held guiltless by those to whom the work is addressed -- enlightened souls who prefer dry wines to sweet, sense to sentiment, wit to humor and clean English to slang.

Auch Reich-Ranicki verwendet diese beiden Begriffe, unterscheidet ihre Bedeutungen aber offenbar nicht scharf. Ob eine scharfe Unterscheidung überhaupt möglich (und die direkte Übernahme der Begriffe aus dem Englischen gerechtfertigt) ist, sei hier dahingestellt. Daß das Devil's Dictionary maßgeblich von Witz geprägt ist, nehmen wir als gegeben an, wobei von Witz geprägt nicht notwendigerweise mit witzig gleichgesetzt werden sollte, wenn auch beides durchaus zusammentreffen kann. Zum Witz gehört unserem Verständnis nach in erster Linie das, was man gemeinhin als 'Schlagfertigkeit' bezeichnen würde, allerdings nicht eingeschränkt auf spontane Kontexte, also lebendige Dialoge; eine Schlagfertigkeit somit, die auch im Geschriebenen ihren Sinn beibehält, also als solche erkennbar bleibt. Wunderschöne Beispiele für das, was wir als Witz gelten lassen würden, finden sich beispielsweise in einigen Anekdoten um Winston S. Churchill, wie etwa dieser hier (auf beiden Seiten):

George Bernard Shaw in einem Telegramm an Churchill: Habe Ihnen zwei Karten für die Premiere meines neuen Stückes reserviert. Bringen Sie einen Freund mit, falls Sie einen haben.

Churchills Telegramm an Shaw: Bin an diesem Termin leider verhindert. Komme zur zweiten Vorstellung, falls es noch eine gibt.


Oder natürlich die bekannte Anekdote von der Frau, die Churchill im Rahmen einer Feier vorwarf: "Sie sind ja betrunken!" Woraufhin dieser erwiderte: "Und Sie sind häßlich; aber ich bin morgen wieder nüchtern."

Und Humor? Was wären Beispiele für Humor? Wir beschrieben den Charakter von Humor einmal als "gemütlich-bayrisch ins-Bierzelt-scheißend." Die Geisteshaltung von Karnevalisten ist vielleicht auch ein gutes Beispiel.
Vielleicht ist unser Bild von Humor auch einfach zu negativ.
kategorie: unspezifisches
geschrieben von: hllizi
Ralfi von Tom's Diner ist sauer. Er befindet sich in einem Zustand starker Erregung über unser Islambild, obwohl wir ihm nie auch nur ansatzweise unser Islambild vorgestellt haben. Überhaupt hat er in seinem heiligen Zorn etwas die Kontrolle verloren; die letzte Antwort, die wir von ihm erhalten haben, setzt sich zusammen aus falschen Behauptungen, geistreichen Widerlegungen von Aussagen, die wir nie gemacht haben und wüsten Beleidigungen.
Alles in allem könnte man sagen: Recht putzig und nicht weiter beachtenswert. Dennoch sehen wir uns genötigt, noch einmal knapp auf Ralfis Anschuldigungen einzugehen und Stellung zu beziehen, damit niemand auf die falsche Idee verfällt, Ralfi hätte auch nur im Ansatz recht.

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kategorie: totalitäres
geschrieben von: hllizi
Unmittelbar nachdem ein ägyptischer Blogger herausgefunden hatte, daß Al Fagr die umstrittenen Karikaturen am 17. Oktober auf seiner Titelseite und im Innern des Blatts gedruckt hatte, nahm die Redaktion die Ausgabe Nummer 21 aus ihrem Internetportal. Der Blogger, der sich „Egyptian Sandmonkey” nennt, stellte jedoch eine gescannte Fassung auf seine Seite, und er fragte seine Leser, ob die Ägypter nun auch ägyptische Produkte boykottieren sollten. Seine jüngste Ausgabe widmet Al Fagr dem Thema „Bilder der Propheten”.

Dazu erstellte sie eine 16 Seiten umfangreiche Beilage, die im Internet indessen nicht einzusehen ist. Hingewiesen wird auf sie mit dem Aufmacher: „Die Christen segnen sie ab, und die Muslime waren Europa in der Darstellung von Mohemmad ja vorausgegangen.” Erst vor wenigen Tagen hatte Hammouda vermutet, der „muslimische Krieg gegen Dänemark” sei nur ein Vorwand, um die „Korruptheit der islamischen Diktaturen” zu verstecken.

[FAZ.NET]

Egyptian Sandmonkey

Manche Beleidigungen versteht man eben erst nach Monaten.
kategorie: totalitäres
geschrieben von: hllizi
Der FAZ-Artikel in welchem über Günter Grass' neueste Meinung berichtet wird, berichtet ebenfalls über eine Stellungnahme des portugiesischen Literatur-Nobelpreisträgers José Saramago. Man hätte eigentlich damit rechnen können, daß sowas irgendwann kommt; Saramago bringt das erste uns zu Ohren Augen gekommene Argument ins Spiel, das, konsequent zuende gedacht, das Aus für alle Karikaturen wäre; nicht nur für solche, die möglicherweise als Beleidigung einer Religionsgemeinschaft oder einer Kaffeefahrtsgesellschaft anzusehen wären:

Ähnlich äußerte sich in „El País” der portugiesische Literatur- Nobelpreisträger José Saramago. Er warf den Autoren der Karikaturen Verantwortungslosigkeit vor. „Hätte der Zeichner mit den Bildern seinen Chef lächerlich gemacht, wäre er vermutlich tags darauf entlassen worden.” Es gehe nicht darum, Selbstzensur auszuüben, sondern gesunden Menschenverstand walten zu lassen, meinte der 83jährige Schriftsteller.
kategorie: totalitäres
geschrieben von: hllizi
Der Ruf nach einem Führer im Interview mit der Zeit vom 22. September 2005:

Grass: Gut, dann müssen wir mit einer Petzliese als Bundeskanzlerin leben. Und das wird sicher nicht einfach sein. Himmelherrgott! Die politischen Talente sind hier nicht so dicht gesät, und wir haben mit dem Schröder eines, das im In- wie im Ausland eine starke Position einnimmt. Also bleiben wir doch bei dem Mann.


Das offene Bekenntnis zur Zensur, inklusive 'Nietzscheanismus':

Von den gewalttätigen Reaktionen zeigte sich der 78jährige Autor wenig überrascht. Es sei die fundamentalistische Antwort auf eine fundamentalistische Aktion des Westens, angefangen von der Invasion in den Irak, die gegen internationales Recht verstoßen habe. Dem Westen warf Grass in der Debatte über die Karikaturen hinsichtlich der Verweise auf die Presse- und Meinungsfreiheit Selbstgefälligkeit und Arroganz vor. Die Zeitungen lebten von den Anzeigen und müßten auf gewisse wirtschaftlichen Kräfte Rücksicht nehmen. Die Presse sei Bestandteil großer Gruppen, die die öffentliche Meinung monopolisierten. Der Westen könne sich nicht weiter hinter dem Recht auf freie Meinungsäußerung verschanzen.
[...]
„Woher nimmt der Westen diese Arroganz, vorzugeben, was gemacht werden muß und was nicht?”, fragte Grass. Die Zukunft wird seiner Ansicht nach weiter explosiv sein. Die Wunden nicht nur in den arabischen sondern auch in den armen Ländern seien sehr tief. Der Westen scheine nicht in der Lage, diese Staaten als gleichberechtigte Partner anzuerkennen. Nach den Worten des Autors läßt sich über alles reden, solange dem Gegenüber die Toleranz entgegengebracht wird, die man für sich selbst beansprucht.

[FAZ.NET]

Das sind die letzten Großtaten, derer wir uns erinnern; es sind noch lange nicht alle. Doch wir blicken nach vorn und fragen uns: Was kommt wohl als Nächstes von diesem nahen Schnurrbärtigen?

08/02/06: Ich, Spammer

kategorie: totalitäres
geschrieben von: hllizi
Da bei Tom's Diner nun einer meiner Kommentare, der ohnehin der letzte hätte sein sollen, "von dem Spamfilter dieses Blogs als Spam markiert" wurde, veröffentliche ich diesen noch hier:

"Von der “Rolle der Frau in der Gesellschaft” auf Todesurteile durch Steinigung zu kommen ist genauso absurd und weit her geholt. Was hat das eine mit dem anderen zu tun?"

OK, ich geb's auf.


Und damit Schluß, es sei denn, Ralf hat noch etwas anzumerken; meine Kommentare bleiben offen.
kategorie: totalitäres
geschrieben von: hllizi
"Zu den Zeiten der türkischen Belagerung Wiens (1683) und der Seeschlacht von Lepanto (1571, der erste Sieg der christlichen Großmächte gegen das Osmanische Reich) ersetzten die Päpste die Regierungen. Sie bildeten große Koalitionen, um die Islam-Gefahr zu bannen", sagte Calderoli, der wegen seiner Provokationen öfters für Schlagzeilen in Italien sorgt. "Die Diskriminierung der Christen ist offensichtlich. Das Recht des Koran überragt das normale Gesetz. Der Papst muss mit der islamischen Welt verhandeln, damit auf beiden Seiten Rechte und Pflichten anerkannt werden", meinte der Minister.
[Die Presse]
kategorie: totalitäres
geschrieben von: hllizi
In den Nachrichten des irischen Fernsehsenders RTE wurden gestern Ahmed Nassef von der amerikanischen Progressive Muslim Union (PMU) und Muslim Wakeup! und Karim Hassoun von der Arabisch-Europäischen Liga interviewt. Es empfiehlt sich, das anzusehen. Nassef hat interessante Punkte und Hassoun eine interessante Art zu sprechen.

[Real - via Muslim Wakeup!]
kategorie: totalitäres
geschrieben von: hllizi
Bei all den wüsten Beschwerden über diverse Menschenrechtsverletzungen sollte man eines nicht vergessen: Das Recht - beispielsweise der Ehebrecherin - auf, beispielsweise, Steinigung:

Der Islam und die islamischen Staaten echauffieren sich nicht über die Rolle der Frau in ihren Gesellschaften
Ja Gottverdammt noch mal, warum sollen sie auch? Nur weil deutsche Frauen so unzufrieden mit ihrer Rolle in der Gesellschaft sind, müssen es islamische Frauen ja anicht [sic] automatisch auch sein.

[Kommentar bei Tom's Diner]

Der Gedanke, daß es die Damen gar nicht anders wollen könnten, war mir bisher noch nicht gekommen.
kategorie: totalitäres
geschrieben von: hllizi
Von den 1.3 Millarden Muslimen der Welt beteiligt sich jedoch nur eine kaum messbare, verschwindend kleine Minderheit an den Unruhen. Der geringe Mobilisierungsgrad selbst in Ländern, in denen die Regierung die Stimmung anzuheizen sucht - wie im Iran -, lässt sich auch als eine klare Absage an einen Kampf der Kulturen verstehen.
[ZEIT-Kosmoblog - Ulrich Speck]
kategorie: totalitäres
geschrieben von: hllizi
Keine Frage, die Muslime in Dänemark und überall auf der Welt haben das Recht, sich öffentlich über die Schmähung ihres Propheten Mohammed zu empören. Aber sie haben nicht das Recht, eine Einschränkung der Pressefreiheit zu fordern. Gleiches gilt für die Forderung diverser islamischer Politiker, diverse Regierungen in Europa sollten Entschuldigungen abgeben. Dies gilt es unmissverständlich deutlich zu machen: Hier kann und darf es kein Zurückweichen geben, schließlich geht es um Grundrechte.

Doch statt eindeutig klarzustellen, was geht und was nicht geht, wird auch im Westen Eskalation betrieben. Einige Zeitungen in Deutschland, Frankreich und anderen westeuropäischen Ländern druckten die dänischen Karikaturen mit großspurigem Getöse nach - und gossen damit wissentlich Öl ins Feuer. Nun haben wir den Flächenbrand, der angesichts der bereits vorhandenen Aufgeregtheiten durchaus vorhersehbar war.

In den letzten Tagen ging es nur noch am Rande um die Karikaturen. Kulturkampf ist angesagt, angeheizt und aufgeladen auch durch diverse Halbwahrheiten und Falschmeldungen. In der aufgeheizten Atmosphäre fielen sie vielerorts auf mehr als fruchtbaren Boden.

[taz]

Nur merkwürdig: Einschränkungen der Pressefreiheit fordern: Unberechtigt! Nachdruck der Karikaturen: Sinnloses Öl-ins-Feuer-Gießen!
Soll denn niemand wissen, worum es eigentlich geht? Und glaubt tatsächlich jemand, daß die Nachdrucke in anderen Zeitungen die Lage wesentlich verschlimmert haben, also alles ganz anders gekommen wäre, wenn diese nicht gemacht worden wären? Wo doch die meisten Demonstranten sicherlich keine dieser Zeitungen je in der Hand hatten und höchstwahrscheinlich auch die Karikaturen nie gesehen haben? Nehme man doch dieses zur Kenntnis:

It rather looks as if the anger with which all Muslims are said to be burning needed some pretty determined stoking. Peter Mandelson, who seems to think that his job as European Trade Commissioner entitles him to pronounce on matters of faith and morals, accuses the papers that republished the cartoons of "adding fuel to the flames"; but those flames were lit (literally, as well as figuratively) by well-organised, radical Muslims who wanted other Muslims to get furious. How this network has operated would make a cracking piece of investigative journalism.

Und außerdem:

If I find, however, that people who threaten violence do have the power to suppress what they dislike, why should I bother to defend freedom any more? Why shouldn't I ring up the Hon Jay Jopling, the proprietor, and tell him that I shall burn down the White Cube Gallery unless he tears Gilbert and George off the walls? I won't, I promise, but how much longer before some Christians do? The Islamist example shows that it works.

There is a great deal of talk about responsible journalism, gratuitous offence, multicultural sensitivities and so on. Jack Straw gibbers about the irresponsibility of the cartoons, but says nothing against the Muslims threatening death in response to them. I wish someone would mention the word that dominates Western culture in the face of militant Islam - fear. And then I wish someone would face it down.

[Beides: Charles Moore, telegraph.co.uk]

In der taz steht aber auch Folgendes:

Viele Menschen sind nun besorgt, dass der Kampf der Kulturen bevorsteht. Ach was, er ist längst da. Und er manifestiert sich nicht nur von Zeit zu Zeit in den oben angeführten Ungeheuerlichkeiten, er erfasst längst den Alltag.

Wie fragil, wie oberflächlich müssen die religiösen Werte von Muslimen sein, wenn Karikaturen des Propheten in einer unbekannten Zeitung eines kleinen europäischen Staates einen Sturm auslösen und eine Handvoll organisierter Hetzer weltweit Abertausende auf die Straße scheuchen können.

[taz / via Die Achse des Guten]
kategorie: totalitäres
geschrieben von: hllizi
Bei Moe gibt es eine inzwischen recht ausgedehnte Diskussion zum Thema (und Artikel) Pressefreiheit. Ich habe gerade nochmal einen Kommentar dort hinterlassen, in dem ich erneut etwas über mein Verständnis von Presse-, Rede-, Kunst- und Meinungsfreiheit geschrieben habe. Einen Ausschnitt möchte ich gerne auch hier noch unterbringen:

Ich befürchte aber, daß, wenn beklagt wird, etwas werde mit der Pressefreiheit 'entschuldigt', das Ganze letztlich auf eine Entschuldigung für die Pressefreiheit hinausläuft. Oder für Meinungs-, Kunst-, Redefreiheit - was auch immer. Diese Freiheiten 'entschuldigen' nämlich nichts; sie gewähren Rechte, deren Inanspruchnahme eben darum keiner Entschuldigung mehr bedarf, weil sie gewährt werden. Die Freiheiten entschuldigen gar nichts.

06/02/06: Titanischer Ticker

kategorie: totalitäres
geschrieben von: hllizi
Jetzt noch etwas für all jene, die stets auf dem neuesten Stand der weltweiten religiösen Empörung sein wollen. Der Protest-Ticker der Titanic:

Protest-Ticker (3)
Damaskus. Eine Welle der Empörung fegt heute nachmittag durch die Straßen von Damaskus: Per SMS-Kette war in der muslimischen Gemeinde das Gerücht umgegangen, der Mufti sei am Morgen verkehrtherum in seine Hose gestiegen, habe diese daraufhin verbrannt und sei auf verschiedenen anderen Hosen herumgehüpft. Überall in Syrien zündeten daraufhin gläubige Moslems ihre Hosen an und hüpften herum, zum Teil, weil sie die Hosen vor dem Anzünden nicht ausgezogen hatten. Die Frankfurter Rundschau äußerte dazu, Hosen zu tragen sei zwar geschmacklos, aber man könne es nicht rundweg verbieten.

[Titanic-Magazin.de]
kategorie: totalitäres
geschrieben von: hllizi
Björn hat noch einmal einen ausgezeichneten Beitrag zum Karikaturenstreit verfaßt. Pröbchen:

Thema Bilderverbot und man hätte Mohammed auch damals schon nicht in Die Satanischen Verse auftauchen lassen dürfen. Es gibt die South Park-Episode mit den Superfreunden. Da wird Mohammed auch dargestellt (im Team mit Jesus, Buddha, Moses und Sea-Man). Was machen wir damit? Sicherheitshalber nicht mehr ausstrahlen weil religiöse Gefühle verletzt werden? Okay, von mir aus. Aber da ist auch noch ein unbedeutenderer Text in dem Mohammed auch vor kommt und in der Hölle geendet ist. Das wäre dann Dante Aligheris Göttliche Komödie. Verzwickte Kiste, nicht? Wie gehen wir damit um?

Ebenso zu empfehlen ist der bei der 'Achse des Guten' erschienene Beitrag von Michael Kraa, einem Fernsehjournalisten beim Bayerischen Rundfunk, der auch schon als ARD-Korrespondent in Palästina und Israel tätig war. Eine Passage:

Was dort geschieht, ist der veritable Versuch einiger Protagonisten vor allem Irans und Syriens, einen Kampf der Kulturen vom Zaun zu brechen, vor dem sich die Europäer bislang immer nur gerne selbst zu warnen pflegten.
Auf die Idee, dass andere einmal diesen Konflikt suchen könnten, waren hierzulande die wenigsten gekommen.
kategorie: totalitäres
geschrieben von: hllizi
Der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei, Konrad Freiberg, befürchtet vor dem Hintergrund des Konflikts Terroranschläge auch in Deutschland. „Wir müssen auch bei uns mit Anschlägen rechnen. Und leider passiert zur Abwehr nichts”, sagte Freiberg der „Passauer Neuen Presse”. Rund 100 islamistische „Gefährder” in Deutschland seien bekannt, könnten aber aus Personalmangel nicht überwacht werden.
[FAZ.NET]
kategorie: totalitäres
geschrieben von: hllizi
In general, there is a danger in prohibiting certain opinions and an advantage in not doing so. The danger is that prohibition often makes the forbidden acts more attractive. The advantage of allowing people to say whatever they like helps other people to acquire useful information. Indeed, by their words people can be judged. Freedom of speech makes it plain for all to see how despicable some people really are. The AEL cartoons strikingly show where one can find the true heirs of Adolf Hitler in contemporary Europe. If Mr Jahjah had not published his cartoons, the proof that he is an islamofascist would still not have been conclusively delivered. But now it has.
[Paul Belien im Brussels Journal]

Worum geht es? Um den Klassiker.
kategorie: totalitäres
geschrieben von: hllizi
Wir leben in dschihadistischen Zeiten. Aber: Es darf gelacht werden. So lautete übrigens der Titel einer Fernsehserie, die vor 40 Jahren das damals etwas verkniffene Deutschland aufheiterte. Dieses Recht zu verteidigen ist eine ernste Sache.
[Gero von Randow in der Zeit]

04/02/06: Meint er das so?

kategorie: totalitäres
geschrieben von: hllizi
Ich frage mich gerade, ob Oswald Metzger das, was er schreibt, auch meint:


Karikaturenstreit: Respekt und Toleranz statt Volksverhetzung!
[...]
Gerade wir Europäer mit unserer selbst so hoch gelobten abendländischen Kultur haben häufig genug mit Schwert und Feuer gezündelt – in den Feldzügen zur Christianisierung der arabischen Welt im Mittelalter beispielsweise. Gerade wir Deutschen haben im vergangenen Jahrhundert eine Verhetzung gegen religiöse und andersdenkende Minderheiten betrieben oder zumindest geduldet, die im nationalsozialistischen Genozid endete.

Wir sitzen im Glashaus und sollten uns deshalb vor Rechthaberei hüten. Wenn wir aus der europäischen Geschichte gelernt hätten, müssten wir – ohne Tabus und mit dem Mut zur toleranten Auseinandersetzung – alles dafür tun, den Hass zwischen den Religionen und Kulturen nicht zu schüren, sondern zu deeskalieren. Das Verhetzungspotential in dieser einen Welt ist extrem hoch, wie die Übergriffe radikaler Islamisten auf dänische Einrichtungen in der arabischen Welt unter Beweis stellen. Rassistische Brandherde lassen sich sehr schwer löschen, wenn die Volksseele erst mal richtig kocht.


Metzger fordert, daß Volksverhetzung unterbleiben solle. D'accord. Daß die Karikaturen, um die es ja auch hier wieder geht, ein Musterbeispiel für Volksverhetzung seien, ist offenbar eine konsensfähige Meinung. Nicht d'accord. Oder zumindest stellt sich mir die Frage: Welches Volk sollte verhetzt werden, und wer ist jetzt offenbar verhetzt? Und wie hat Metzger das gemeint?
In Metzgers Text erscheinen plötzlich die Karikaturisten als die Betreiber der Eskalation, nicht mehr der aufgebrachte Mob; eine Veröffentlichung in einer Zeitung erscheint als der furchtbarste Ausdruck von Intoleranz, als die Krankheit; die islamistischen Übergriffe dagegen als das unvermeidliche Symptom: Die Islamisten sind nun mal so; wir müssen das respektieren. Wir waren ja auch mal so, bevor unsere Volksseele sich beruhigt hat. Schweiget stille und reizet euren Nachbarn nicht zum Zorne.

Metzgers Beitrag ist ein Musterbeispiel dafür, wie man westliche Arroganz mit westlicher Duckmäuserei galant vereinen und das Ganze dann als aufgeklärte, tolerante Position verkaufen kann.

Ich frage mich wirklich, ob Oswald Metzger das, was er da schreibt, auch meint.
kategorie: unspezifisches
geschrieben von: hllizi
Heute Vormittag im ICQ:

[er] Du Stück Dreck
[ich] hm?
[er] Du bist so ein nutzloses Stück Dreck
[ich] weppes?
[er] Du hast mich schon verstanden.
[ich] ?
[er] Jetzt sei mal nicht so reaktionär.
[ich] reaktionär? hä?
[er] jaha
[ich] womit?
[er] vomit?
[ich] hihi
[er] haha
[ich] vomit also?

Bis jetzt weiß ich nicht, worum es eigentlich ging.

04/02/06: Deutungshoheit

kategorie: totalitäres
geschrieben von: hllizi
Es ist Zeit, dass die Fundamentalisten die Deutungshoheit über den Islam verlieren
[...]
Während wir Muslime stets Gleichberechtigung verlangen und dem Westen Doppelmoral vorwerfen, verwandeln wir uns immer mehr selbst zu Faschisten, die für sich Sonderrechte an jeder Ecke verlangen. Wenn in Europa Karikaturen über den christlichen Propheten Jesus möglich sind, sind sie auch über den muslimischen Propheten Mohammed erlaubt. Aus welchen Gründen sollten wir eine spezielle Behandlung bekommen; ist denn unser Blut roter als das der anderen?

[Tagesspiegel]

Mich beschleicht immer häufiger das Gefühl, daß gerade jene Nicht-Muslime, die sich lautstark darüber beschweren dafür einsetzen, daß man 'die Muslime', die nunmal oft null Spaß verstehen doch bitte nicht reizen und beleidigen sollte (ara: Alles unterlassen, das sie beleidigen könnte?) genau das tun, was man auf keinen Fall tun sollte: 'Die Muslime' alle in einen Topf werfen und kräftig durchrühren.
Hat mal jemand darüber nachgedacht, daß dieses Verhalten vielleicht vor allem dazu dient, den Fundamentalisten den Rücken zu stärken, während sich die Liberalen immer weniger trauen, eigenes Profil zu zeigen? Sie haben ja nicht nur die muslimischen Fundamentalisten, sie haben offenbar auch noch all diejenigen Nicht-Muslime gegen sich, die nichts mehr scheuen, als sich dem Verdacht der Intoleranz auszusetzen, weil sie Intoleranz nicht tolerieren.
kategorie: totalitäres
geschrieben von: hllizi
The fact that Turkey backs the ambassadors is seen by some in Denmark as damaging to the Turkish bid for EU membership. Troels Lund Poulsen, the foreign spokesman of the Liberal Party said that it is important for EU candidate Turkey “to live up to freedom of expression demands.” Last month, however, the Turkish Prime Minister Recep Tayyip Erdogan stressed that anti-Islamism must be treated as a crime similar to anti-Semitism. Addressing the sixth meeting of the Eurasian Islamic Council meeting in Istanbul on September 5, Erdogan said his government has added an article to the declaration in the European Council regarding Islamophobia stipulating that anti-Islamism be accepted as a crime against humanity.
[Brussels Journal]
kategorie: totalitäres
geschrieben von: hllizi
The trouble with fighting for human freedom is that one spends most of one’s time defending scoundrels. For it is against scoundrels that oppressive laws are first aimed, and oppression must be stopped at the beginning if it is to be stopped at all.
H.L. Mencken

Im Brussels Journal ist ein interessanter Beitrag zum Thema "Meinungsfreiheit in Europa" erschienen, der uns zu denken gegeben hat. Da erfährt man z.B., daß letzte Woche der französische Parlamentarier Christian Vanneste zu einer hohen Geldstrafe verurteilt worden ist, weil er im letzten Jahr geäußert hat, daß Homosexualität das Überleben der Menschheit gefährde, und daß die Heterosexualität der Homosexualität moralisch überlegen sei.
In Deutschland scheint dieses Urteil kaum Beachtung zu finden. Und was ist auch schon dabei: Der Mann hat unsinnige, diskriminierende Thesen von sich gegeben und mußte die entsprechenden Konsequenzen tragen. Und?

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kategorie: totalitäres
geschrieben von: hllizi
Die dänische Zeitung „Jyllands-Posten” (JP) hat den von ihr in betriebenen [sic] „Kampf um die Meinungsfreiheit” durch Veröffentlichung von Mohammad-Karikaturen für verloren erklärt.
Chefredakteur Carsten Juste sagte am Mittwoch nach massiven Straßenprotesten, Boykottaktionen sowie regierungsamtlichen Angriffen aus arabischen Ländern wegen der Zeichnungen in einem Interview mit „Berlingske Tidende”: „Ich muß zutiefst beschämt zugeben, daß die anderen gewonnen haben.” Er hätte vor vier Monaten niemals die Zustimmung zum Abdruck der Zeichnungen gegeben, wenn ihm die Folgen damals schon klar gewesen wären.

[FAZ.NET]

Großartig. Die Toleranz ist wiederhergestellt. Religiöse Gefühle werden in Europa nicht - oder zumindest nur ausgewählt - verletzt. Das ist gut, das finden wir toll.
Im Übrigen glaube ich ganz fest an das allmächtige Fliegende Spaghetti-Monster. Ich verlange also, daß in Zukunft verzichtet wird auf den Verzehr der nahrhaft-schmackhaften Pastaspezialität, aus welcher sich zusammensetzt, was mir am heiligsten ist.
Wer dem nicht folgt, der wird mit Bombendrohungen nicht unter 17 Stück bestraft.

Worum es recht eigentlich geht, das kann man sich hier ansehen. Schaut etwa so aus:

Nachtrag vom 10.2.: Da die Karikaturisten, wie man munkeln hört, jetzt von allen Medien, die ihre Karikaturen abgedruckt haben, Geld eintreiben möchten, verschwinden diese hiermit von dieser Seite; so wichtig, daß ich dafür zahlen würde, sind sie nämlich nicht.
kategorie: logik
geschrieben von: hllizi
Wer kennt die Programmiersprache LISP noch? Den Listenprozessor? Nach FORTRAN ist LISP die zweitälteste Hochprogrammiersprache. Entwickelt wurde sie Ende der fünfziger Jahre am MIT von John McCarthy. Rekursion ist in LISP, ähnlich wie in Prolog, eine noch weitaus bedeutendere Technik als in anderen Sprachen. Die typischen Schleifenkonstrukte vom "for" oder "while"-Typus sind in LISP in aller Regel schlechter Stil, obwohl dergleichen inzwischen auch in die Sprache eingebaut wurde. 'Die Sprache' ist nämlich ohnehin ein problematischer Ausdruck, denn LISP wurde erst 1994 standardisiert (ANSI Common Lisp); bis dahin waren bereits unzählige Dialekte der Sprache entstanden. Babylonisches Lispeln.
Der wichtigste Datentyp in LISP ist die Liste. Und nicht nur komplexe Datenstrukturen, auch Funktionen sind Listen. Deswegen können LISP-Programme besonders gut andere LISP-Programme malträtieren, verändern und zur Not auch schonmal schreiben... Darum war - und ist - die Sprache für KI-Zwecke und dynamische Prozesse besonders beliebt und geeignet.

Ich habe heute angefangen, mich ein wenig mit dem guten Stück zu beschäftigen und habe erst einmal vier Funktionen geschrieben: JOINL nimmt zwei Listen als Argument und fügt sie zusammen (concatenation); REVERSEL nimmt eine Liste als Argument und kehrt die Reihenfolge der Elemente um; SORTEDL nimmt eine List (am besten von Zahlen) als Argument und überprüft, ob sie aufsteigend geordnet ist; SORTL nimmt eine Liste (am besten von Zahlen) als Argument und ordnet sie aufsteigend. Voilá:

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01/02/06: Perdita Durango

kategorie: unspezifisches
geschrieben von: hllizi
Es ist einige Zeit her, daß ich diesen Film gesehen habe. Gewalttätig war er und vor allem pervers, ein solides Werk. Nicht besonders aufsehenerregend, aber nette Unterhaltung für einen Abend. Und dennoch ist etwas ganz stark hängengeblieben; das sitzt fest, das geht nicht aus meinem Kopf: Wann immer ich sehe, wie jemand überfahren wird, muß ich tierisch anfangen zu lachen.
Bisher haben sich diese Fälle auf Film und Fernsehen beschränkt. Ich hoffe, daß mir der Test für das 'reale Leben' erspart bleiben wird.
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