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Gebinde verschluckt

Gebinde verschluckt published on Keine Kommentare zu Gebinde verschluckt

Den Tisch defloriert, das Gebinde verschluckt.
Würgen, und Kratzen im wundigen Hals!

Warum habe ich das getan?

Wie weh sie mir tun, im Rachen, die Rosen,
Die roten und großen Erbarmungslosen!

Mußte das wirklich sein?

Am Pförtner vorbei in die siedendende Säure
Zwängt schorfend sich nun das Gebinde, das teure!

Was sollte das bloß?

Steißbein des Westens

Steißbein des Westens published on Keine Kommentare zu Steißbein des Westens

Steißbein des Westens,
Nach hinten hinaus,
Knorriger Knochen am Bosporus,
Wo Byzanz sich streckt gen Osten zum Kuß!

Steißbein des Westens am goldenen Horn!
Du sahst Barbarei, den Geist und den Zorn.

Steißbein des Westens,
Ich liebe Dich sehr,
Doch hätt ich auch Geld, ich bräuchte noch mehr.
Dich zu besuchen, das gibt es nicht her.

Wider geheuchelte Säkularität

Wider geheuchelte Säkularität published on 2 Kommentare zu Wider geheuchelte Säkularität

Der Vorwurf der Heuchelei, gerichtet an diejenigen, die am Karfreitag zwar tanzen, den Status des Tags als gesetzlicher Feiertag aber belassen wollen, ist dann interessant, wenn er auf die Frage bezogen ist, ob es dem Staat zuzugestehen sei, gesetzliche Feiertage überhaupt festzusetzen. Verbunden sind damit immerhin weitgehende Arbeitsverbote, die man vielleicht mit gutem Grund als letztlich schwerwiegender ansehen könnte, als es das Tanzverbot ist.

Eine andere Form dieses Vorwurfs basiert jedoch auf dem Argument, daß Karfreitag ein christlicher Feiertag sei, an dem sich ungehemmtes Abdancen aufgrund der religiösen Bedeutung des Tags nicht schicke, und daß es somit Heuchelei sei, diesen Feiertag zwar zu wollen, das jedoch in der Absicht, ihn zum Tanzen zu nutzen. Es ist recht interessant, welche Annahmen man benötigt, um den Vorwurf in dieser Form zu rechtfertigen. Das will ich im Folgenden kurz untersuchen.

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