Skip to content

Ich bin die alles verwaltende Ohnmacht

Ich bin die alles verwaltende Ohnmacht published on 3 Kommentare zu Ich bin die alles verwaltende Ohnmacht

Ich bin die alles verwaltende Ohnmacht,
Ich bin die gänzlich neutrale Instanz.
Ich bin der jedem einzelnen Hohn lacht,
Ich bin der Hund, du bist mein Schwanz.

Ich bin der Witwen und Waisen froh macht,
Ich bin alles und bin es ganz.
Ich bin Vollzug, der aus dem Phon kracht,
Ich bin das Grab, ich bin der Kranz.

Wenn ich sag "blök", blök wie ein Schaf.
Wenn ich sag "geh", geh hin und rödel.
Wenn ich sag "ruh", fall hin und schlaf.
Wenn ich sag "scherz", steh auf und blödel.
Wenn ich sag "still", sei wieder brav.
Wenn mich ein Floh beißt, peitsch und wedel.

Bemerkenswertes zur Ammertalbahn

Bemerkenswertes zur Ammertalbahn published on 9 Kommentare zu Bemerkenswertes zur Ammertalbahn

Durchs beschauliche Ammertal, die Städte Tübingen und Herrenberg miteinander verbindend, pendelt im unermüdlichen Halbstundentakt (tagsüber) die Ammertalbahn. Versetzt man sich in einen Wanderer auf dem Weg unterhalb der Weinberge auf einer Zunge des Schönbuchs oberhalb von Breitenholz, so darf man sich das Ammertal ausschnittsweise etwa so vorstellen, wie auf dem folgenden Bild zu sehen.

Der Ausblick gewinnt etwas an Deutlichkeit, wenn man das Blattwerk wegläßt.

Doch darum geht es mir an dieser Stelle eigentlich nicht. Vielmehr ist mir etwas äußerst merkwürdiges aufgefallen.
Steigt man nämlich in Herrenberg oder irgendwo im Ammertal in eine Bahn Richtung Tübingen ein, so kann es vorkommen, daß diese von Tübingen aus direkt in Richtung Reutlingen weiterfährt. Das ist aber keine Strecke der Ammertalbahn mehr. Das heißt also, man kann manchmal beispielsweise in Altingen in die Ammertalbahn einsteigen, um über Tübingen ohne Umstieg nach Reutlingen zu fahren, fährt aber, nachdem man durch Tübingen hindurch ist, eben nicht mehr mit der Ammertalbahn. Die Bahn scheint dem ungeschulten Fahrgast aber dieselbe zu bleiben. Ohne daß es ihm zu Bewußtsein kommt, muß also die Ammertalbahn an irgendeinem Punkt in Tübingen irgendwie aufhören, Ammertalbahn zu sein, um eine andere Bahn zu werden. (Interessant ist auch die Frage, ob sie an diesem Punkt nun Ammertalbahn ist oder bereits nicht mehr Ammertalbahn. Ob sie also an allen und nur den auf diesen Punkt folgenden Streckenpunkten nicht mehr Ammertalbahn ist, oder ob sie Ammertalbahn ist an allen und nur den Punkten, die vor diesem Punkt liegen. Das führt hier aber zu weit.)

Ich finde es erstaunlich, daß es der deutschen Bahn stets gelingt, den Fahrgast von dieser Veränderung der Bahn nicht das Geringste davon mitbekommen zu lassen.

FAZ-wieschreibsndu.txt

FAZ-wieschreibsndu.txt published on 10 Kommentare zu FAZ-wieschreibsndu.txt

Da hab ich mich doch von diesem Hartmut da verleiten lassen, bei der Dichtungs&Denkungs-Analyse dieser FAZ mitzumachen, um herauszufinden, wie welche große Dichter&Denker-Queen ich denn nun eigentlich so wirke, wenn ich was schriftlich für die Nachwelt hinterlasse, habe also mal das da in den FAZinierenden Apparat getypet:

Ich dachte darüber nach, ließ es dann aber bleiben. Nach einer Weile überlegte ich erneut, entschied mich aber wieder, es nicht zu tun sei besser. Andererseits, so gesehen, mußte es vielleicht doch getan werden. Auch nach scheinbarer Erwägung aller Umstände blieb zunächst ein gewisser Zweifel daran, daß es nicht zu tun auf alle Fälle vorzuziehen sei, den ich bald unterdrückte. Eine Stunde trügerischer Gewißheit verstrich, bis mir aufs Neue die Frage zu schaffen machte, ob nicht aller Überzeugung zum Trotz sehr viel daran liege, daß es doch getan werde. Die Frage plagte mich, und nach etwa einer Stunde ergab ich mich. Aller Zweifel hatte sich zerstreut, und ich erhob mich vom Liegestuhl, um es nun doch endlich hinter mich zu bringen.

Und was behaupten die Genderbender von der FAZ mir dreist ins Gesicht? Johann Wolfgang von Goethe. Goehte? Das klingt doch nicht wie Goethe. Außerdem handelt der Text offenkundig von einem Mann, der kacken muß, und wäre Goethe also vom Sujet her meistens zu banal gewesen.

Die Überschrift ist übrigens der Name der Johann-Wolfgang-Goethe-Gedächtnis-Datei, in der ich das Werk gespeichert habe. Fand ich als Titel irgendwie passend.

Stereotypcharakterisierungen für Korruption und Filz

Stereotypcharakterisierungen für Korruption und Filz published on 1 Kommentar zu Stereotypcharakterisierungen für Korruption und Filz

Korruption: Man kennt sich von füher und besticht, oder man kennt sich gar nicht und erpreßt sich nur. Leistungen werden eiskalt abgerechnet und bar oder anonym bezahlt. Man traut keinem und hat sich gegen alles Erdenkliche abgesichert. Geheimnisse müssen gehütet, Akten vernichtet oder gefälscht, Hausdurchsuchungen vermieden, Aussteiger beseitigt oder zumindest ruhig gestellt werden.

Filz: Man ist miteinander verheiratet oder sonstwie liiert, hat sich auch davon ab einfach gern oder haßt sich wenigstens nicht, kennt sich oft schon von Jugend an und genießt das gemeinsame Bier in vielen Zügen. Man ist sich gegenseitig was schuldig oder empfände es auch einfach nur als sehr unangebracht, kleine oder etwas mittlere Gefallen zu verwehren, außerdem kann man sich ja auch auf den Anderen verlassen und stets begründen, warum seine Fähigkeiten erforderlich sind. Abgerechnet wird nicht, man ist sich einfach immer gegenseitig was schuldig, und man ist sich einig. Man kann alles offenlegen, alles begründen und muß kein Gespräch geheimhalten.

Der Abstieg in die Möbiushöhle

Der Abstieg in die Möbiushöhle published on 4 Kommentare zu Der Abstieg in die Möbiushöhle

Die im Jahr 1858 von Johann Möbius entdeckte und nach ihm benannte Möbiushöhle galt ihrer Enge, Verworrenheit und von keinem Licht zu beseitigenden Dunkelheit wegen für lange Zeit als völlig unerforschlich. Es wird mir darum ohne Zweifel zu einem gewissen Ruhm gereichen, wie ich in aller Bescheidenheit anmerken darf, daß ich als erster den Mut faßte, mich allein und nur mit einem Garnknäuel als Ausrüstung in ihre bodensuchende Tiefe vorzuwagen. Die Expedition verlief gänzlich anders, als ich erwartet hatte, da ich unten ganz anderes fand, als ich vorher angenommen hatte.

Continue reading Der Abstieg in die Möbiushöhle