Monthly Archive for December, 2008

Ein Blick

Wenn jetzt das Flüstern leiser wird
Und der Begriff die Macht verliert,
Nicht mehr nach Form das Wesen giert,
Nicht mehr durch dumpfe Sätze irrt;

Wenn alles das ist, was es ist,
Nicht was es sein wird oder war;
Dann wird mir etwas sonderbar,
Weil ich dann weiß, was ihr nicht wißt.

Frohe Weihnachten!

Von mir jetzt auch noch. Bis Silvester kommt hier sicherlich nochmal was. Bis dahin nur:

[Gustave war gerade in See gestochen.] Der Himmel war von tintigen Wolken überzogen, nur ab und zu lugte ein Stern oder das kraternarbige Gesicht des Mondes dazwischen hervor und spendete gerade genug Licht, um das Steuerrad in seinen Händen erkennen zu können.

[Moers, Walter; "Wilde Reise durch die Nacht". 5. Auflage. München 2003. S. 7]

Mit dieser Konstruktion komme ich nach wie vor nicht ganz zurecht, obwohl man die ziemlich häufig sieht. Für mich müßte PRO in der von um eingeleiteten Infinitivkonstruktion hier durch das Subjekt des einbettenden Satzes gebunden werden, also ein Stern oder das kraternarbige Gesicht des Mondes:

Ab und zu lugte [ein Stern oder das kraternarbige Gesicht des Mondes]i dazwischen hervor und spendete gerade genug Licht, um PROi das Steuerrad in seinen Händen erkennen zu können.

Demnach müßte also ein Stern oder der Mond derjenige sein, der das Steuerrad in seinen Händen in Abhängigkeit von der eigenen Lichtabgabe erkennen kann. Das ist aber offenbar nicht gemeint.

Das ein in diesem Sinne ungebundenes PRO prinzipiell möglich sein muß, ist klar:

Um diese Vorwürfe zu überprüfen, reichte die Zeit nicht aus.

Aber im Beispielsatz finde ich es ziemlich schlecht. Wenn das aber schon von Moers geschrieben und von Lektoren abgesegnet wird, bin ich da wohl allzu konservativ. Was meinen die Leser?

Herzlich willkommen im Rechtsstaat!

Hm? Was? Na, das!
[via stilstand]

Hat der Spuk bald ein Ende?

Eben erst bei ESR gelesen:

Fundamentally, what’s going on here is that Microsoft, long used to effective monopoly and to the profit margins and strategic maneuvering room monopoly brings, is losing all three of those. Microsoft is no longer a price-maker; the hardware manufacturers hold the whip hand now, and all they have to do to beat Redmond into making ever less money per sale is to push Linux harder.

[...]

There are only two ways for this game to end. One is with the visible collapse of Microsoft’s monopoly in new systems, but allowing it to retain price levels on a niche market of PCs running legacy applications. The other is with Microsoft bargaining its own margins away to retain netbook market share and collapsing when its reduced run rate can no longer sustain new-product development.