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Mordsmeinung

Mordsmeinung published on

A judge who struck down a Dover, Penn., school board's decision to teach intelligent design in public schools said he was stunned by the reaction, which included death threats and a week of protection from federal marshals.

[...]

In a 139-page decision last year, Jones ruled that the Dover school board intended to promote religion when it instituted a policy requiring students to hear a statement about intelligent design before ninth-grade biology lessons on evolution. He ruled that it is unconstitutional to teach intelligent design as an alternative to evolution.

"And if you would have told me when I got on the bench four years ago that I would have death threats in a case like this as opposed to, for example, a crack cocaine case where I mete out a heavy sentence, I would have told you that you were crazy," he said. "But I did. And that's a sad statement."
[AP/Wichita Eagle via Evolution]

Vielleicht ist es nur eine Frage der Zeit, bis sich bei Fundamentalisten aller Couleur die Morddrohung als Mittel der Wahl im politischen Diskurs durchgesetzt hat. Frage an den fundamentalistischen Leser: Welcher Ihrer Meinungen würden Sie als erster mit einer deftigen Morddrohung Nachdruck verleihen wollen?

(Kommentare bitte hier)

Die großen Zentren des Katholizismus...

Die großen Zentren des Katholizismus... published on 5 Kommentare zu Die großen Zentren des Katholizismus...

...sind, natürlich: Die USA, Israel und das Vereinigte Königreich.

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(Photo: AFP, 22.09.06)

Oder die richtigen Flaggen stehen noch nicht bereit.
Ich finde das jedenfalls ungemein putzig. Und die ressourcenschonende Dreiercombo halte ich als umweltbewußter Deutscher ohnehin für ganz besonders begrüßenswert.

[via The Big Pharao]

Das Ende der Solidarität

Das Ende der Solidarität published on 3 Kommentare zu Das Ende der Solidarität

The Western media were once again taken in by the mystique of the "Arab street." The mob came out to cheer Hezbollah for raining rockets on Israel -- surprise! -- and the Arab governments that had initially criticized Hezbollah went conveniently silent. Now that the mob has gone home, Hezbollah is under renewed attack -- in newspapers in Saudi Arabia, Kuwait and Egypt, as well as by many Lebanese, including influential Shiite academics and clan leaders. The Arabs know where their interests lie. And they do not lie with a Shiite militia that fights for Iran.
[C. Krauthammer in der Washington Post via Achse des Guten]

Hier braucht es vielleicht nicht einmal den Verweis auf Besonderheiten der arabischen Straße. Da die Hisbollah die einzige Kraft darstellte, die überhaupt annähernd in der Lage war, sich Israel zu widersetzen und den Libanon gegen die Angriffe zu 'verteidigen' (d.h., gegen die Bodentruppen), ist an dem massiven Zuspruch, den sie während der Kämpfe fand, wahrscheinlich wenig Erstaunliches. Der Wunsch, die Kämpfe mögen aufhören und Israel den Libanon nicht unterwerfen (die Angst, daß es dazu kommen könne, war sicherlich recht ausgeprägt), dürfte für ausreichend Interessen-Solidarität, auch bei eigentlichen Gegnern der Hisbollah, gesorgt haben.
Aber Interessen-Solidarität endet nach Definition mit dem Ende der gemeinsamen Interessen; nach dem Ende der Kampfhandlungen gibt es ausreichend Raum, um nachzudenken, wie es überhaupt zu diesen kommen konnte, und in solchen Überlegungen steht Hisbollah ausgesprochen schlecht da. Während der Auseinandersetzung dürften solche Überlegungen im Libanon wenig Bedeutung gehabt haben, da das Hauptinteresse war, nicht zu unterliegen, und Hisbollah - was immer die Ursachen des Krieges - noch am meisten zuzutrauen war, das zu verhindern. Es wird aber nicht bei jedem Pakt mit dem Teufel gleich die ganze Seele verkauft.
Der wachsenden Zuspruch der Hisbollah während des 'Krieges' war möglicherweise von geringer Bedeutung, weil der Unterschied zwischen kurzfristigem und langfristigem Zuspruch entscheidend ist. Ganz allgemein würde ich sogar so weit gehen, anzunehmen, daß ein sprunghafter Zuwachs an Unterstützern der eigenen Sache eher als Bedrohung denn als Gewinn wahrgenommen werden sollte: Gerade enttäuschte und verärgerte ehemalige Unterstützer dürften sich oft zu den entschlossensten Gegnern entwickeln.