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	<description>Sympathisant des Anabderitismus</description>
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		<title>Zitat des Tages: &quot;I really worry about my subject&quot;</title>
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		<pubDate>Mon, 02 Jul 2012 22:46:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>David</dc:creator>
				<category><![CDATA[sprachwissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Grammatik]]></category>
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		<category><![CDATA[Schulunterricht]]></category>

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		<description><![CDATA[I really worry about my subject. In science, teachers aren't always brilliant experts, but generally the chemistry teacher knows that osmium isn't made of chlorine. In grammar, you can't count on even basic competence of that sort in the people who devise the national curriculum. [Geoffrey K. Pullum]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>I really worry about my subject. In science, teachers aren't always brilliant experts, but generally the chemistry teacher knows that osmium isn't made of chlorine. In grammar, you can't count on even basic competence of that sort in the people who devise the national curriculum.</p></blockquote>
<p>[<a href="http://languagelog.ldc.upenn.edu/nll/?p=4042">Geoffrey K. Pullum</a>]</p>
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		<title>Mein bestes Gedicht</title>
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		<pubDate>Mon, 21 May 2012 01:37:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>David</dc:creator>
				<category><![CDATA[splitteratur]]></category>
		<category><![CDATA[bestes]]></category>
		<category><![CDATA[gedicht]]></category>

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		<description><![CDATA[Er stand auf und sah gut aus, Zog sich an und ging nach Haus. Dort zog er sich wieder aus Und sah dann noch besser aus. Er legte sich und schlief gleich ein, Träumte viele Träumlein fein, Dann stand er auf und zog sich an. Das war noch ein echter Mann!]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Er stand auf und sah gut aus,<br />
Zog sich an und ging nach Haus.<br />
Dort zog er sich wieder aus<br />
Und sah dann noch besser aus.<br />
Er legte sich und schlief gleich ein,<br />
Träumte viele Träumlein fein,<br />
Dann stand er auf und zog sich an.<br />
Das war noch ein echter Mann!</p>
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		<title>Alte Techniken für neue Urheberrechtsverletzungen</title>
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		<pubDate>Thu, 02 Feb 2012 22:17:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>David</dc:creator>
				<category><![CDATA[ohne kategorie]]></category>
		<category><![CDATA[download]]></category>
		<category><![CDATA[one time pad]]></category>
		<category><![CDATA[urheberrecht]]></category>

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		<description><![CDATA[Aus der Idee, zu jedem urheberrechtlich geschützten Datending nach einer Downloadanfrage noch ein One-Time-Pad zu generieren, es damit zu verschlüsseln und dann beides getrennt zur Verfügung zu stellen, müßte sich doch eigentlich was machen lassen. Das Interessante daran: Weder den Download des Pads noch den der 'Daten' (was ist da eigentlich was?) könnte man für [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Aus der Idee, zu jedem urheberrechtlich geschützten Datending nach einer Downloadanfrage noch ein One-Time-Pad zu generieren, es damit zu verschlüsseln und dann beides getrennt zur Verfügung zu stellen, müßte sich doch eigentlich was machen lassen.</p>
<p>Das Interessante daran: Weder den Download des Pads noch den der 'Daten' (was ist da eigentlich was?) könnte man für sich genommen jemandem unmittelbar zum Vorwurf machen, steckt doch in beidem theoretisch alles drin, was sich in ein Datending der entsprechenden Länge überhaupt reinbummsen läßt. Urheberjuristisch wäre das doch mal ein echtes Sahnebonbon.</p>
<p>Blöd nur, daß sich das Downloadvolumen dabei natürlich verdoppelt.</p>
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		<title>Gefängnisaufzeichnung #1: &quot;Die Heads of Cicero&quot;</title>
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		<pubDate>Mon, 30 Jan 2012 01:16:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>David</dc:creator>
				<category><![CDATA[gefängnisaufzeichnungen]]></category>
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		<description><![CDATA[In der Kategorie "Gefängnisaufzeichnungen" werden hier von nun an in loser Folge die Gefängnisaufzeichnungen von M.B. veröffentlicht. Diese Aufzeichnungen hat dem Blogbetreiber ein Altpapierhändler ausgehändigt, einen Tag bevor er in den Ruhestand und zwei Tage bevor er in den Freitod ging. Die Bedeutung der Initialen, die sich in der rechten oberen Ecke jedes der losen [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>In der Kategorie "Gefängnisaufzeichnungen" werden hier von nun an in loser Folge die Gefängnisaufzeichnungen von M.B. veröffentlicht. Diese Aufzeichnungen hat dem Blogbetreiber ein Altpapierhändler ausgehändigt, einen Tag bevor er in den Ruhestand und zwei Tage bevor er in den Freitod ging. Die Bedeutung der Initialen, die sich in der rechten oberen Ecke jedes der losen A5-Blätter befinden, ist ungeklärt. </p>
<p>Die Entscheidung, die "Gefängnisaufzeichnungen" zu veröffentlichen, ist dem Blogbetreiber nicht leicht gefallen. Es handelt sich um sehr private Notizen, die bisweilen in tiefe Abgründe blicken lassen. Wegen der großen Brisanz der Aufzeichnungen und der hohen Aussicht auf Aufmerksamkeitsgewinn entschied er sich aber letztlich für die Veröffentlichung. Die erste der Aufzeichnungen ist mit "Heads of Cicero" überschrieben:</p>
<p><em>Heute traten die "Heads of Cicero" im Gefängnis auf. Alles mächtig durchgestylte Jungs, von den Schuhen bis zum Arsch echte Männer. Sie hatten ein neues Lied mitgebracht, und das nannte sich "Geschmack". Der Sänger begann, ins Mikrophon zu hauchen: "Du hast Geschmack ...", und ich dachte mir, daß mich das nicht überraschte. Er sang, weiterhin unendlich zart ins Mikrophon hauchend "...zwischen den Beinen...", und ich dachte mir, gut warum nicht auch da. "...und den liebe ich so sehr..." Das war auch wieder keine Überraschung. Dann wiederholte er mit unendlich zartem Hauch "Du hast Geschmack zwischen den Beinen...", um diesmal mit "und den geb ich nie mehr her" zu beenden, was mich sehr enttäuschte, damit war es endgültig Kitsch.</em></p>
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		<title>Die Flucht</title>
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		<pubDate>Sat, 28 Jan 2012 23:34:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>David</dc:creator>
				<category><![CDATA[splitteratur]]></category>

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		<description><![CDATA[Du zeigtest mir das Symbol, und ich sagte: "Laß uns gehen." Unterwegs dachte ich darüber nach; wäre statt meiner der andere gekommen, so hätte das Symbol keine Wirkung gehabt, denn es wäre nicht verstanden worden. Es wäre Ursache ohne Wirkung gewesen. Denn Ursache war es jetzt, und ich war Wirkung. Wäre ich nicht, sondern der [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Du zeigtest mir das Symbol, und ich sagte: "Laß uns gehen." Unterwegs dachte ich darüber nach; wäre statt meiner der andere gekommen, so hätte das Symbol keine Wirkung gehabt, denn es wäre nicht verstanden worden. Es wäre Ursache ohne Wirkung gewesen. Denn Ursache war es jetzt, und ich war Wirkung. Wäre ich nicht, sondern der andere, so wäre die Wirkung nicht, und damit die Ursache keine Ursache. Also bin ich.</p>
<p>Der Gedanke gefiel mir. </p>
<p>Wir kamen an den See, und ich hieß dich, dich entkleiden und die Kleidung in dem wasserfesten Beutel verstauen, den ich dir gab. Während wir schwammen, befragtest Du mich über das Symbol. "Es ist seit je." -- Nur die Platitüden aus dem Unterricht wollten mir einfallen. Das Symbol sagte mir, daß ich war, sonst sagte es mir nichts, außer, daß wir gehen sollten, aber das wußtest du.</p>
<p>Als wir das andere Ufer erreicht hatten, entfachten wir ein Feuer und liebten uns am Strand. (Um den Erwartungen der Leser gerecht zu werden.)</p>
<p>Danach wurde der Weg beschwerlich. "Ich bin," sagte ich zu dir, "ich weiß es."<br />
"Das habe ich nie bezweifelt." Antwortetest du.<br />
"Ich schon manches Mal, aber nun habe ich meine Existenz bewiesen."<br />
"Und wie?"<br />
"Du zweifelst also doch daran?"<br />
"Nein."<br />
"Und warum brauchst du dann noch einen Beweis?"</p>
<p>Dein Herz war verstockt auf den letzten Metern des Weges. Ich bedauerte, dir weh getan zu haben, obgleich ich mich nicht im Unrecht sah. Am offenen Tor drücktest du mich und flüstertest mir ins Ohr: "Ich werde ihn suchen."</p>
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		<title>Wahrheit ist überbewertet</title>
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		<pubDate>Thu, 19 Jan 2012 14:57:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>David</dc:creator>
				<category><![CDATA[ohne kategorie]]></category>
		<category><![CDATA[bild]]></category>
		<category><![CDATA[islam]]></category>
		<category><![CDATA[kopftuch]]></category>
		<category><![CDATA[tübingen]]></category>
		<category><![CDATA[uni]]></category>

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		<description><![CDATA["Das war absolut wahr" sagte in einem Fernsehinterview sinngemäß der große Franz-Josef Wagner über sein Meisterwerk der Schlagzeilenschmiedekunst (aus dem Gedächtnis) "Erst dick, dann dünn, dann wieder dick, dann tot", und wahrscheinlich war das wahr. Wahr ist auch das, was kürzlich die Bildzeitung fett an das Ende ihres Artikels über das neue Zentrum für islamische [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>"Das war absolut wahr" sagte in einem Fernsehinterview sinngemäß der große Franz-Josef Wagner über sein Meisterwerk der Schlagzeilenschmiedekunst (aus dem Gedächtnis) "Erst dick, dann dünn, dann wieder dick, dann tot", und wahrscheinlich war das wahr.</p>
<p>Wahr ist auch das, was kürzlich die Bildzeitung fett an das Ende ihres Artikels über das neue Zentrum für islamische Theologie in Tübingen setzte:</p>
<p><strong>Studentinnen des neuen Islam-Studiengangs dürfen übrigens mit Kopftuch in die Uni.</strong></p>
<p>Wahr, weil schließlich alle Studentinnen der Universität Tübingen mit Kopftuch 'in' die Uni dürfen. ("Dictum de omni", für die Bildungsfans.)</p>
<p>Wahrheit hat ihre unbestreitbaren Vorzüge; zum Fetisch werden sollte sie jedoch nicht.</p>
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		<title>#III</title>
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		<pubDate>Sat, 31 Dec 2011 07:04:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>David</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Aphorismus ist das, wovon man nur für einen sehr kurzen Moment weiß, daß es wahr ist.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Der Aphorismus ist das, wovon man nur für einen sehr kurzen Moment weiß, daß es wahr ist.</p>
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		<title>Exklusiv: Interview mit Silvana Koch-Mehrin</title>
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		<pubDate>Thu, 23 Jun 2011 17:31:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>David</dc:creator>
				<category><![CDATA[pollitick]]></category>
		<category><![CDATA[doktorgrad]]></category>
		<category><![CDATA[koch-mehrin]]></category>
		<category><![CDATA[satire]]></category>
		<category><![CDATA[uni heidelberg]]></category>

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		<description><![CDATA[Vor einer guten Woche erkannte ihr die Heidelberger Universität den Doktorgrad ab, gestern wurde sie vom Europäischen Parlament als Vollmitglied in den Ausschuss für Industrie, Forschung und Energie entsandt: Silvana Koch-Mehrin hat derzeit viel um die Ohren. Wir freuen uns, daß sie dennoch die Zeit zum Exklusivinterview mit mentalschnupfen.org gefunden hat. Mentalschnupfen: Frau Koch-Mehrin, am [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Vor einer guten Woche erkannte ihr die Heidelberger Universität den Doktorgrad ab, gestern wurde sie vom Europäischen Parlament als Vollmitglied in den Ausschuss für Industrie, Forschung und Energie entsandt: Silvana Koch-Mehrin hat derzeit viel um die Ohren. Wir freuen uns, daß sie dennoch die Zeit zum Exklusivinterview mit mentalschnupfen.org gefunden hat.</strong></p>
<p><strong>Mentalschnupfen:</strong> Frau Koch-Mehrin, am 15. Juni ...</p>
<p><strong>Silvana Koch-Mehrin:</strong> Das war ja klar, daß sie darauf gleich zu sprechen kommen würden, ohne auch nur ein Wort über meine neue Frisur zu verlieren.</p>
<p><strong>MS:</strong> Die ist nett, aber wir haben sowas schon gesehen.</p>
<p><strong>SKM:</strong> Das ist dann die Schuld des Friseurs. Aber gut, stellen sie schon ihre Fragen.<br />
<span id="more-1121"></span><br />
<strong>MS:</strong> Am 15. Juni hat ihnen die Universität Heidelberg den Doktorgrad aberkannt.</p>
<p><strong>SKM:</strong> Das ist richtig, aber ich hätte den ohnehin demnächst abgelegt. Er hat mir nicht mehr gefallen.</p>
<p><strong>MS:</strong> Warum denn das?</p>
<p><strong>SKM:</strong> Weil ich ihn ja jetzt anscheinend gar nicht erst hätte bekommen dürfen sollen! Und mir ist das zu blöd, wenn die Universität selbst nicht weiß, was sie will, und nach elf Jahren plötzlich alles ganz anders sein soll. Es war dem Prüfungsausschuß doch von Anfang an klar, daß das Ding - auch wenn es unstrittige Forschungsergebnisse beinhaltet - eigentlich Mist ist.</p>
<p><strong>MS:</strong> Ihre Dissertation meinen sie?</p>
<p><strong>SKM:</strong> Nein, die Doktorarbeit natürlich; wie auch immer. Die wollten mich ja auf Teufel komm raus promovieren. "Gut," habe ich mir damals gedacht, "wenn's halt sein muß". Das sehe ich heute anders.</p>
<p><strong>MS:</strong> Sie betrachten sich als Opfer der Universität?</p>
<p><strong>SKM:</strong> Natürlich! Plötzlich soll ich Schuld sein an dem, was ich verbockt habe - obwohl die Universität das doch vor elf Jahren so mittelmäßig fand. Sehen Sie, das ist eine der ältesten Universitäten Heidelbergs, wenn nicht sogar Hessens. Und wir wissen heute, die medizinische Wissenschaft hat das herausgefunden: Wer alt wird, wird auch senil. So muß man es sich wohl erklären, daß ich promoviert werden konnte, jetzt aber plötztlich alles nicht wahr gewesen sein soll. Denn ich bitte sie: Bei jemandem wie mir, da guckt man doch zweimal hin, und extra genau. Das hätte denen alles klar sein müssen, was da nicht stimmte - und das war es auch, es steht ja alles auch im Gutachten.</p>
<p><strong>MS:</strong> In ihrer Stellungnahme zur Entscheidung der Universität erklären Sie doch selbst, ihnen sei im Prüfungsverfahren niemals der Vorwurf der Täuschung gemacht worden. Vielleicht hat sich der Erkenntnisstand des Promotionsausschusses seit dem Gutachten geändert?</p>
<p><strong>SKM:</strong> Ich bitte sie! Das wäre doch ein Armutszeugnis, wenn der Promotionsauschuß einer Universität behaupten wollte, sein 'Erkenntnisstand' habe sich geändert. Sowas gibt es doch gar nicht, eine Änderung des Erkenntnisstands. Kann es nicht geben. Das steht doch im Widerspruch zur Idee der Wissenschaft: Wenn es eine Änderung des Erkenntnisstandes geben könnte, dann könnten wir nichts wissen, denn was gewußt wird, ist auch wahr. Die Möglichkeit einer Änderung des Erkenntnisstandes würde ja dann bedeuten, daß etwas plötzlich nicht mehr wahr sein könnte, das mal wahr war, was aber nicht sein kann. Oder daß es eigentlich immer falsch war, dann aber ja gar nicht gewußt wurde. Dann können sie die Wissenschaft gleich vergessen, weil es gar kein Wissen mehr gibt. Und im Promotionsausschuß, das sind ja auch keine einfachen Idioten, die sich irren könnten, sondern alles gelehrte Leute an einer Universität; oder das sollten sie wenigstens sein. Wenn ich getäuscht hätte, wer hätte es denn wissen sollen, wenn nicht die? Ich kann also gar nicht getäuscht haben.</p>
<p><strong>MS:</strong> Das stellte sich auf der Internetseite "VroniPlag" aber teilweise anders dar.</p>
<p><strong>SMK:</strong> Wem glauben sie mehr, irgendeiner Internetseite oder dem Heidelberger Promotionsausschuß?</p>
<p><strong>MS:</strong> Haben Sie selbst auch Fehler gemacht?</p>
<p><strong>SKM:</strong> Klar, ich hätte mich dem Firlefanz von vornherein strikt verweigern sollen.</p>
<p><strong>MS:</strong> Und sonst?</p>
<p><strong>SKM:</strong> Nein, keine. Wenn mir der Professor Sellin was zugetraut hat, dann sag ich: Selber doof! Habe ich ihm keinen Anlaß für gegeben. Da gibt es nichts zu bereuen, von meiner Seite. Und außerdem bin ich dieser Universität ebensowenig Rechenschaft schuldig wie meinen Wählern.</p>
<p><strong>MS:</strong> Schwächen ihrer Arbeit haben sie aber selbst zugegeben...</p>
<p><strong>SKM:</strong> Ja, aber das ist doch das Problem der Universität. Wenn sie in einen Müllbeutel kotzen und das einem Professor zur Bewertung vorbeibringen, und der sagt: Das stinkt, ist aber noch annehmbar, wer ist denn dann der Depp?</p>
<p><strong>MS:</strong> Sie erwägen aber rechtliche Schritte gegen die Aberkennung ihres akademischen Grades?</p>
<p><strong>SKM:</strong> Das ist ja prinzipiell nie verkehrt, wenn man das Geld dazu hat.</p>
<p><strong>MS:</strong> Gestern wurden sie vom Plenum des Europäischen Parlaments als Vollmitglied in den Ausschuss für Industrie, Forschung und Energie entsandt. Kommt das, vor dem Hintergrund ihrer eigenen Forschungsleistungen, nicht mit einer gewissen, wie man im angelsächsischen Sprachraum sagen würde, Ironie daher?</p>
<p><strong>SKM:</strong> Ironie? Mit Kerntechnik kenne ich mich nicht aus. Angeln ist langweilig und die sächsische Sprache finde ich ganz furchtbar, der schlimmste deutsche Dialekt. Auch bin ich im Ausschuß nicht für die Forschung zuständig sondern für Digital Agenda, Informationstechnologie, Telekommunikation und Internet. Damit kenne ich mich ganz gut aus, ich nutze beispielsweise regelmäßig Email und ICQ. Philipp hat mir zum Beispiel über ICQ zu meiner Wahl gratuliert! Sofern ich aber in meiner neuen Funktion Einfluß auf die Forschung nehmen kann, werde ich diese Möglichkeit selbstverständlich nutzen, um der Universität Heidelberg das Handwerk zu legen. Es soll anderen nicht genauso gehen wie mir, dafür will ich sorgen. Da bin ich ganz atavistisch, wie immer!</p>
<p><strong>MS:</strong> Karl-Theodor zu Guttenberg ist einige Zeit nach dem Bekanntwerden ähnlicher Vorwürfe von seinem Amt als Bundesverteidigungsminister zurückgetreten. Wäre das für sie langfristig auch eine Option, was ihr Amt als Abgeordnete betrifft?</p>
<p><strong>SKM:</strong> Nein. Sehen sie, man kann zu Guttenberg nur verstehen, wenn man einen Sinn fürs Tragische hat: Der wollte sich selbst ganz klassisch als Tragödienhelden inszenieren und hat das auch ganz gut gemacht. Der Fall des Helden gehört natürlich dazu, und nur so kann man erklären, daß er zurückgetreten ist, obwohl von der Kanzlerin bis zum Volk alle hinter ihm standen. Aber damit der Fall des Helden richtig wirkt, braucht es natürlich die nötige Fallhöhe; die war bei zu Guttenberg als adeligem Liebling des Volkes enorm, ist bei mir aber durch die Körpergröße begrenzt. Ein Rücktritt meinerseits hätte also keinerlei ästhetischen Wert, und wenn, dann wäre es mir auch egal - so feingeistig wie zu Guttenberg bin ich nicht.</p>
<p><strong>MS:</strong> Frau Koch-Mehrin, wir danken ihnen für das Gespräch.</p>
<p>(Bildquelle: Muffinmampfer/<a href="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Kochmehrin.jpg&#038;filetimestamp=20090520202850">Wikimedia Commons</a>/cc by 3.0. Veränderung von mir, ebenfalls cc by 3.0. ; <b>Hinweis:</b> Das obenstehende Interview hat so oder so ähnlich nie stattgefunden.)</p>
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		<title>Tweetersatzpost</title>
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		<pubDate>Fri, 13 May 2011 18:36:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>David</dc:creator>
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		<category><![CDATA[everything is bad]]></category>
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		<description><![CDATA[Was hat Facebook jetzt mit Twitter anstellen lassen?]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Was hat Facebook jetzt mit Twitter anstellen lassen?</p>
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		<title>Post-Privacy</title>
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		<pubDate>Fri, 13 May 2011 18:15:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>David</dc:creator>
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